Wien (OTS) – Die anhaltend hohen Spritpreise und die Rekordgewinne
der
Mineralölkonzerne machen aus Sicht des ÖGB ein rasches Eingreifen der
Politik unumgänglich. „Es ist bereits Ende August. Daher braucht es
die Wiedereinführung einer wirksamen Margenregelung. Viel Zeit bleibt
nicht mehr“, betont Angela Pfister, Leiterin des
volkswirtschaftlichen Referats im ÖGB.
Margenregelung bleibt prioritär
Der ÖGB fordert die Bundesregierung daher auf, umgehend eine
verbindliche Margenbegrenzung einzuführen. „Es ist nicht hinnehmbar,
dass die Bevölkerung an der Zapfsäule zur Kasse gebeten wird, während
die Ölkonzerne Milliarden an Zusatzgewinnen einfahren“, sagt die
Gewerkschafterin.
Sollte sich die Bundesregierung auf eine staatliche
Margenregelung nicht einigen können, sieht die ÖGB-Ökonomin die OMV
in der Pflicht – ähnlich wie in Frankreich, wo Preise freiwillig
gesenkt wurden. „Als teilstaatliches Unternehmen trägt die OMV eine
besondere Verantwortung gegenüber der Bevölkerung“, so Pfister.
Gleichzeitig ist die staatliche Beteiligungsgesellschaft ÖBAG
gefordert: „Die ÖBAG muss ihren Einfluss geltend machen und auf
spürbare Preissenkungen an der Zapfsäule drängen. Die Menschen
brauchen keine weiteren Ankündigungen, sondern endlich sinkende
Preise. Das Thema darf nicht einfach ausgesessen werden“,
unterstreicht die ÖGB-Ökonomin abschließend.
Über uns:
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
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