Wien (OTS) – Die jüngsten Berichte über dreiste Taxi-Abzocke nach
Veranstaltungen,
Flughafenfahrten oder auch dem gestrigen Rapid-Spiel im Allianz
Stadion sorgen für Ärgernis bei den Wiener Freiheitlichen. Laut
Medienberichten wurden Fans nach dem Match mit völlig überhöhten
Fixpreisen konfrontiert. Für eine Fahrt in den 17. Bezirk soll
demnach etwa 80 Euro verlangt worden sein. Noch dazu ausschließlich
in bar.
Für den freiheitlichen Taxi-Sprecher im Wiener Rathaus, LAbg.
Thomas Kreutzinger, zeigen die Vorfälle einmal mehr dringenden
Handlungsbedarf: „Wer nach einem Fußballspiel einfach nur sicher nach
Hause kommen möchte, darf nicht zum Freiwild für unseriöse
Geschäftemacher werden. Solche Praktiken schaden nicht nur den
Fahrgästen, sondern vor allem auch dem Ansehen der vielen ehrlichen
Wiener Taxilenker, die sich jeden Tag an die Regeln halten.“
Der Freiheitliche fordert daher insbesondere bei
Großveranstaltungen klare und kontrollierbare Zufahrtsregelungen für
Taxis. „Wir brauchen bei Stadien und anderen Veranstaltungsorten
Zufahrtsbereiche beziehungsweise Pollersysteme, die nur von
ordnungsgemäß registrierten Wiener Taxis passiert werden können.
Damit können wir schwarzen Schafen den Zugang abdrehen und
gleichzeitig jene Taxler schützen, die korrekt arbeiten.“
Gleichzeitig appelliert Kreutzinger an Fahrgäste, bereits vor dem
Einsteigen genau hinzusehen: „Bei Wiener Taxipreisen gilt: Nur echt
ist gerecht. Deshalb mein Tipp an alle Wienerinnen und Wiener und
natürlich auch an unsere Gäste: Schauen Sie genau hin, bevor Sie in
ein Taxi einsteigen. Ein echtes Wiener Taxi erkennen Sie unter
anderem am entsprechenden Ausweis, am gelben Taxi-Zeichen und am
Kennzeichen mit der Endung TX, ATX und BTX.“
Gerade bei Großveranstaltungen müsse es jedoch Aufgabe der Stadt
sein, zusätzlich für Ordnung zu sorgen: „Man kann die Verantwortung
nicht alleine bei den Fahrgästen abladen. Wenn nach Fußballspielen
oder anderen Großereignissen plötzlich Fantasiepreise verlangt
werden, braucht es Kontrollen und Konsequenzen. Wer sich nicht an die
Regeln hält, hat am Taxistand nichts verloren“, so Kreutzinger, der
hier abschließend die Stadtregierung in der Pflicht sieht.