Wien (OTS) – „Die sechs autochthonen Volksgruppen in Österreich – die
burgenlandkroatische, die slowenische, die ungarische, die
tschechische, die slowakische sowie jene der Roma – werden heute
explizit im Verfassungsrang abgesichert. Das ist passend zum 50.
Jahrestag des Volksgruppengesetzes ein Festtag“, betont ÖVP-
Volksgruppensprecherin Agnes Totter im Plenum des Nationalrates. Vor
50 Jahren wurde ein Meilenstein dafür gesetzt, die Rechte, die
Sprache, Kultur und Identität der Volksgruppen umfassend sowie
dauerhaft zu schützen. Totter: „Das war der Beginn einer Entwicklung,
die bis heute andauert und die heute mit der Änderung des
Volksgruppengesetzes und des Gerichtsorganisationsgesetzes eine
Fortsetzung findet.“
Für die Volkspartei sind die autochthonen Volksgruppen stets
Bereicherung und Teil der Geschichte Österreichs gewesen. „Das zeigt
sich auch in unserer Politik. Unter Bundesministerin Susanne Raab
wurde die Volksgruppenförderung etwa erstmals seit einem
Vierteljahrhundert erhöht und auf acht Millionen Euro verdoppelt.
Bundesministerin Claudia Bauer setzt diese Politik fort – mit einem
vertieften Dialog zwischen Politik und Volksgruppenvertretungen,
einem Recht zur Stellungnahme der Volksgruppen-Beiräte und einem
besseren Überblick über Projektförderungen“, hält die ÖVP-Mandatarin
weiter fest.
Der Stellenwert der Volksgruppen zeigt sich auch im Parlament, so
Totter, die darauf verweist, dass der Nationalrat im
Verfassungsausschuss mit der Materie befasst ist, ein steter Dialog
geführt wird und mit dem Tag der Volksgruppen und Gedenktagen der
Austausch auf eine neue Ebene gehoben wurde. Totter: „Wir dürfen
zuversichtlich sein, dass wir diese erfolgreiche Entwicklung
fortsetzen können. Dazu braucht es aber auch Bildungsangebote zur
Weitergabe der Sprache der sechs autochthonen Volksgruppen – vom
Kindergarten bis zur Matura. Denn Sprache ist Identität, in ihr leben
Geschichte und Kultur weiter.“ Diesbezüglich ist auch die
Sicherstellung der Zweisprachigkeit in Kärnten eine wichtige
Maßnahme. Abschließend sagt Totter: „Wir sorgen mit konsequenter
Arbeit, Respekt und Dialog für Sichtbarkeit und Schutz der
Volksgruppen. Diesen Erfolgsweg werden wir auch in Zukunft
fortsetzen.“ (Schluss)