Wien (OTS) – „In die schulpolitische Debatte mischen wir uns nicht
ein, das Wohl
der Kinder hat absoluten Vorrang. Aber die Politik muss da einiges
mitdenken. Es geht um Frühbucher:innen, es geht um Kataloge und
Kontingente, um Bauarbeiten und Arbeitsverträge, aber auch um große
Veranstaltungen mit enormer Wertschöpfung und viele betroffene
Beschäftigte in Kultur und Tourismus“, so Walter Veit, der Präsident
der Österreichischen Hotelvereinigung.
Zwtl.: Wäre Österreich mit so frühem Ferienstart weitgehend allein –
oder Vorreiter?
Positiv bewertet Veit, dass eine Vorverlegung keine
Terminkollisionen mit wichtigen Nahmärkten erwarten lasse: „Bezüglich
Anreiseverkehr und Andrang zu den Hotspots hätten Gäste und
Bevölkerung nichts zu befürchten, die Nachfrage würde sich wohl sogar
besser verteilen.“ Eine Frage wäre, ob sich der Ferienkalender für
alle Bundesländer ändert, eine andere, ob Österreich einen Domino-
Effekt auslöst: „Die mitteleuropäische Ferienordnung ist gut
eingespielt. Das ist kein Argument gegen Änderungen, aber mitdenken
muss man es.“
Zwtl.: Langer Planungsvorlauf in Kultur und Tourismus
„Viele Bühnen richten ihre Spielpläne nach den Schulzeiten, die
großen Festspiele haben einen enormen Planungsvorlauf, internationale
Stars werden Jahre im Voraus gebucht und auch alle die kleinen
Festivals bewusst in den Ferien abgehalten, viele in der zweiten
Augusthälfte“, so Veit. All das ließe sich einrichten, ist Veit
überzeugt: „Die Unsicherheit, die durch die Debatte eingetreten ist,
muss rasch ein gutes Ende finden im Interesse von Kindern, Eltern und
allen anderen Beteiligten.“
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