Sankt Pölten (OTS) – „Wer Studenten an einer öffentlich finanzierten
Hochschule mit einem
‚Nicht genügend‘ droht, wenn sie nicht gendern, kann sich nicht auf
die Freiheit der Wissenschaft berufen. Das ist ideologischer Zwang
auf Kosten der Steuerzahler und ein Skandal“, erklärt FPÖ
Niederösterreich Bildungssprecher LAbg. Helmut Fiedler nach
Bekanntwerden des Vorwurfes, dass Studenten an der Hochschule für
Angewandte Wissenschaften St. Pölten bei der Benotung zum Gendern
verpflichtet werden sollen.
Die Hochschule stehe vollständig im Eigentum der öffentlichen
Hand: 74 Prozent würden über die Hochschulen St. Pölten Holding GmbH
von der Stadt St. Pölten gehalten, 26 Prozent unmittelbar vom Land
Niederösterreich. Umso weniger dürfe dort eine bestimmte politische
Sprachregel zur Voraussetzung für eine positive Beurteilung gemacht
werden.
„Die Freiheit der Wissenschaft schützt Forschung und Lehre, aber
keine ideologische Selbstermächtigung. Wer fachlich richtig arbeitet,
darf nicht deshalb schlechter beurteilt werden, weil er auf
künstliche Genderformen verzichtet“, betont Fiedler und fordert eine
unverzügliche Aufklärung sowie eine verbindliche Regelung für
öffentlich finanzierte Hochschulen. „Nicht Gendern darf nie zu einem
Punkteabzug oder gar einem ,Nicht genügend’ führen“, schließt
Fiedler.