Wien (OTS) – Zum vierten Mal vergab das Career Center der Ludwig
Boltzmann
Gesellschaft (LBG) den Leadership Excellence Award in Research (LExA)
. In den Kategorien „Emerging Leaders“ und „Experienced Leaders“
wurden Sandra Diller und Marina Grzinic-Mauhler für ihre
Führungskompetenz in der Wissenschaft ausgezeichnet. Seit Einführung
des Awards 2023 gingen bereits mehr als 130 Nominierungen ein.
Wissenschaftliche Exzellenz braucht gute Führung: Führungskräfte
in der Forschung tragen nicht nur Verantwortung für wissenschaftliche
Ergebnisse, sondern auch für ihre Teams und die Entwicklung von
Nachwuchswissenschafter:innen. Mit dem Leadership Excellence Award in
Research zeichnet das LBG Career Center seit 2023 Persönlichkeiten
aus, die ihre Führungsrolle auf herausragende Weise wahrnehmen und
damit einen wesentlichen Beitrag zur Wissenschaft leisten. Gestern
wurden die diesjährigen Auszeichnungen im Rahmen des LBG XChange im
Wiener Leopoldmuseum an Sandra Diller von der Seeburg University
sowie Marina Grzinic-Mauhler von der Akademie der Bildenden Künste
Wien verliehen.
„Gute Wissenschaft braucht nicht nur kluge Ideen, sondern auch
gute Bedingungen und Führung, die Verantwortung übernimmt. Wer
Forschungsteams leitet, gestaltet Arbeitsbedingungen und entscheidet
mit darüber, wie Menschen ihre Arbeit machen können. Mit dem LExA
zeichnen wir Führungskräfte aus, die Wissenschaft gemeinsam mit ihren
Teams voranbringen. Davon profitieren nicht nur die Forschenden,
sondern letztlich die gesamte Gesellschaft. Ich gratuliere den
diesjährigen Preisträger:innen sehr herzlich!“, so Eva-Maria
Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung.
Leadership als zentrale Kompetenz in der Wissenschaft
Eine Führungsrolle stellt Forschende oft vor besondere
Herausforderungen. Neben der eigenen wissenschaftlichen Arbeit
übernehmen Führungskräfte Verantwortung für Mitarbeiter:innen und
deren Entwicklung. Hinzu kommen die spezifischen Anforderungen
interdisziplinärer und internationaler Forschungsteams.
Professionelle Führungskompetenz wird damit zu einem wichtigen Faktor
für ein Arbeitsumfeld, in dem gute Wissenschaft entstehen kann. Der
LExA setzt hier an und macht Persönlichkeiten sichtbar, die
wissenschaftliche Führung mit Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein
gestalten. Dabei stehen nicht nur wissenschaftliche Leistungen im
Mittelpunkt, sondern insbesondere die Frage, wie Führungskräfte ihre
Teams führen, Mitarbeiter:innen fördern und ein konstruktives
Arbeitsumfeld schaffen.
„Exzellente Wissenschaft braucht Rahmenbedingungen, in denen
Menschen ihre Fähigkeiten entfalten und gemeinsam Neues entwickeln
können. Gute Führung schafft Vertrauen, gibt Orientierung und
übernimmt Verantwortung für die Entwicklung von Mitarbeiter:innen.
Mit dem LExA machen wir sichtbar, welchen Stellenwert diese Kompetenz
für ein leistungsfähiges Wissenschaftssystem hat“, erklärt LBG-
Präsidentin Freyja-Maria Smolle-Jüttner.
Zwtl.: LExA 2026: Die Preisträger:innen
In der Kategorie „Emerging Leaders“ ging der Leadership
Excellence Award in Research 2026 an Prof. Dr. Sandra Diller ,
Associateprofessorin für Organisationspsychologie an der
Privatuniversität Schloss Seeburg, Research Affiliate an der IOC
Harvard Medical School sowie Coach und Trainerin für die LMU München.
Die Jury hebt in ihrer Entscheidung besonders ihren
wissenschaftlichen Exzellenzanspruch in Kombination mit Ethik- und
Werteorientierung hervor. Besonders betont wurde zudem ihre
innovativen Führungsinstrumente und internationale Vernetzung. Ihr
Einfluss zeigt sich nicht nur in wissenschaftlichen Erfolgen, sondern
vor allem in den Karrieren, Kompetenzen und dem Selbstverständnis der
Menschen, die unter ihrer Führung wachsen.
In der Kategorie „Experienced Leaders“ wurde Prof. Dr. phil.
Marina Grzinic-Mauhler , Philosophin und Professorin an der Akademie
der Bildenden Künste Wien sowie Forscherin am Institut für
Philosophie am Wissenschafts- und Forschungszentrum der Slowenischen
Akademie Wissenschaft und Kunst (ZRC SAZU) in Ljubljana
ausgezeichnet. Grzinic-Mauhler wurde vor allem aufgrund der überaus
wertschätzenden Nominierung ihres Teams sowie ihrem überzeugenden
Führungsansatz, geprägt von gelebter Forschung, statt
standardisierter Führungsinstrumente ausgezeichnet. Darüber hinaus
überzeugte die Jury ihre hohe Integrität und intellektuelle
Exzellenz. Sie stärkt aktiv marginalisierte Stimmen und hat eine
positive Vorbildwirkung, die das Team zu gesellschaftsrelevanten
mutigen Beiträgen in größeren sozialen Diskursen und
interdisziplinären wissenschaftlich-künstlerischen Arbeit ermutigt.
Zwtl.: LExA wirkt über die Auszeichnung hinaus
Die Auswahl erfolgte auch in diesem Jahr durch eine
internationale Expert:innenjury. Insgesamt wurden rund 40
Führungskräfte aus dem Wissenschaftsumfeld nominiert, was die Jury
vor eine besonders anspruchsvolle Auswahlentscheidung stellte. Die
beiden Auszeichnungen sind mit jeweils 4.000 Euro dotiert, die für
Maßnahmen zur Teamentwicklung eingesetzt werden können.
Nominiert werden können Forschende, die seit mindestens zwei
Jahren in leitender Funktion und im direkten Forschungsumfeld tätig
sind. Die Nominierungen kommen von Personen, die die Führungsarbeit
der Nominierten unmittelbar beurteilen können. Seit der Einführung
des LExA im Jahr 2023 wurden insgesamt 131 Führungspersönlichkeiten
aus der Wissenschaft nominiert. Dieser Datenschatz wird aktuell vom
LBG Career Center im Rahmen einer Forschungsstudie gemeinsam mit
Markus Ebner, Wirtschafts- und Organisationspsychologe an der
Universität Wien untersucht.
„Mit dem LExA wollen wir gute Führung nicht nur auszeichnen,
sondern langfristig dazu beitragen, Führungskompetenz im
Wissenschaftssystem zu stärken. Die mittlerweile über 130
Nominierungen geben uns einen wertvollen Einblick, wie gute Führung
in der wissenschaftlichen Praxis gelebt wird. Dieses Wissen wollen
wir nun systematisch untersuchen und für die Weiterentwicklung von
Führung im Forschungssystem nutzbar machen“, so Susanne Leeb,
Leiterin des LBG Career Centers abschließend.
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