Wirtschaft

Klacska: Verkehrswirtschaft braucht dringend Entlastung bei Treibstoffkosten

Wien (OTS) – „Seit Jahresbeginn haben wir beim Dieselpreis eine
Steigerung um 48
Prozent und Wifo-Chef Felbermayr warnt bereits vor weiteren
Kostensteigerungen sowie einer höheren Inflation. Dabei liegt
Österreich bei den Treibstoffkosten für den Schwerverkehr bereits
jetzt im EU-Vergleich im obersten Viertel. Wenn man
Mineralölsteuerrückvergütungen berücksichtigt, was für einen seriösen
Vergleich notwendig ist, dann sind nur fünf Länder teurer als wir,
unter den EU-Nachbarländern zählt hier lediglich Deutschland dazu.
Das belastet die Verkehrswirtschaft enorm“, sagt Alexander Klacska,
Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschafskammer
Österreich (WKÖ). „Dabei fällt auf, dass sich Österreich auch bei der
Besteuerung von Diesel im obersten Drittel befindet.“

„Gerade angesichts der nach wie vor schwierigen konjunkturellen
Phase stehen die Betriebe im gesamten Transport und Verkehr enorm
unter Druck, das reicht von den Güterbeförderern über
Kleintransporteure, Taxibetreibern, Schülerbeförderungen,
Krankenbeförderungen bis hin zu Busunternehmen. Ähnlich wie es die
Regierung nun erfreulicherweise bei den Strompreisen macht, brauchen
wir auch beim Treibstoff dringend Maßnahmen, damit sich die
Preisspirale nicht weiter nach oben dreht und die Betriebe bei den
Energiekosten entlastet werden“, so Klacska. Die Auswirkungen der
Beschädigung der wichtigen Ost-West-Ölpipeline in Saudi-Arabien und
der Ausfall eines weiteren zentralen Nadelöhrs des globalen Ölhandels
werden nicht kurzfristig zu überwinden sein. Er fordert daher vom
Staat dringend Entlastungsmaßnahmen. „In Italien und Frankreich wird
beispielsweise der gewerbliche Verkehr über Rückvergütungen
entlastet“, so Klacska.

Leistbare Energie braucht es aber nicht nur auf der Straße,
sondern auch bei den anderen Verkehrsträgern wie der Schiene „Dass
Energie zu leistbaren Preisen zur Verfügung steht, ist keine Frage
einzelner Branchen, sondern eine zentrale Voraussetzung sowohl für
die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Versorgung des Landes. Wenn wir
weiter wettbewerbsfähig bleiben wollen sowie die Versorgung der
Bevölkerung mit den Gütern des täglichen Bedarfs sicherstellen
wollen, dann müssen wir diesem Kostendruck entgegenwirken“, betont
Klacska abschließend. (PWK449/DFS)