Wien (OTS) – Die umfassende Herbstausstellung der ALBERTINA zeigt
Pablo Picasso
und Francis Bacon, zwei der bedeutendsten figurativen Maler des 20.
Jahrhunderts, im spannungsvollen Dialog. Picasso war für Bacon ein
Vorbild, an dem er sich zeitlebens maß. Rund 70 Schlüsselwerke aus
internationalen Museen und Privatsammlungen – von Chicago über Mexico
-City bis London, Paris und Stockholm – verdeutlichen, wie beide den
menschlichen Körper radikal neu erfanden. In ihren verzerrten
Darstellungen zeigen sie Schmerz, Begierde und Verletzlichkeit und
halten der modernen Seele einen schonungslosen Spiegel vor.
Unter dem Eindruck Picassos fasste Bacon den Entschluss, Maler zu
werden. Sein Leben lang sollte er mit dieser Vaterfigur ringen – und
letztlich danach streben, sie zu übertreffen. Für die zweite Hälfte
des 20. Jahrhunderts wollte Bacon das sein, was Picasso für die erste
war: Chronist des Menschseins in all seiner Zerrissenheit. Obwohl
Picasso selbst nicht von Bacon beeinflusst war, verfolgte er dessen
Karriere aufmerksam.
Beide Jahrhundertkünstler rückten die menschliche Existenz ins
Zentrum ihrer Bildwelt. Beide beschäftigte der menschliche Körper –
zerrissen, neu zusammengesetzt und mit radikaler Kraft neu erfunden.
Themen wie Kreuzigungen, Schreie, Stierkampf, Akte und die „Tränen
des Eros“ offenbaren für beide das Drama des Lebens.
In einer eindrucksvollen Konfrontation zeigt die Ausstellung in
der ALBERTINA die Gemeinsamkeiten im OEuvre der beiden Meister und
die Bedeutung Picassos für die nachfolgende Künstlergeneration.
Picasso – Bacon. What It Feels Like to Be Human ist bis 31.
Jänner 2027 in der ALBERTINA zu sehen.
Link zur Presseseite: PICASSO – BACON « ALBERTINA Museum Wien