Vertrauen im KI-Zeitalter: Die neue Währung der Industrie
Die Welt steht am Beginn einer neuen industriellen Revolution, in der Künstliche Intelligenz (KI) nicht nur ein Werkzeug, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor ist. Doch wie in jeder Revolution gibt es auch hier Gewinner und Verlierer. Der Schlüssel zum Erfolg im Jahr 2026? Vertrauen. Das zumindest prognostiziert die Aras Software GmbH in ihrer jüngsten Pressemitteilung.
Vom ‚Ob‘ zum ‚Warum‘: Die neue Leitfrage
Traditionell wurden KI-Systeme vor allem nach ihrer Leistungsfähigkeit bewertet. Doch jetzt ändert sich die zentrale Leitfrage. Anstatt nur zu fragen, ob ein Ergebnis korrekt ist, wird nun hinterfragt, warum es korrekt ist. Diese Verschiebung von der bloßen Ergebnisvalidität hin zur Transparenz der Entscheidungsprozesse markiert einen tiefgreifenden Wandel in der Industrie.
Die Rolle von Jens Rollenmüller: Ein Experte spricht
Jens Rollenmüller, Regional Vice President bei Aras, erklärt: „Wir erleben einen strukturellen Wandel. KI-Systeme liefern zunehmend stabile und korrekte Ergebnisse. Doch ihre innere Logik bleibt häufig verborgen.“ In sicherheitskritischen Bereichen, wie der Medizintechnik oder der Verteidigung, ist dies inakzeptabel. Rollenmüller betont, dass 2026 das Jahr sein wird, in dem die Erwartung an erklärbare, überprüfbare und verantwortbare KI zum neuen Standard wird.
Regulatorischer Druck: Der EU AI Act und der Digital Product Passport
Neue regulatorische Rahmenbedingungen, wie der EU AI Act und der Digital Product Passport (DPP), beschleunigen diese Entwicklung. Diese Regelwerke erhöhen die Anforderungen an Transparenz und Nachweisbarkeit. Unternehmen müssen künftig die Entstehung ihrer KI-assistierten Ergebnisse offenlegen, was die industrielle Einsatzfähigkeit intransparenter KI-Systeme erheblich einschränkt.
Product Lifecycle Management (PLM) als Vertrauensinfrastruktur
In diesem neuen Zeitalter übernimmt das Product Lifecycle Management (PLM) eine strategische Rolle. „Der vom PLM zur Verfügung gestellte Digital Thread entwickelt sich zum Rückgrat vertrauenswürdiger KI-Nutzung“, erläutert Rollenmüller. Diese Funktion als ‚Product Memory‘ ermöglicht es, KI-Ergebnisse zu prüfen, zu reproduzieren und zu auditieren.
- Vertrauen durch Struktur: PLM-Systeme entwickeln sich von reinen Dokumentations- zu aktiven Orientierungssystemen.
- Adaptive Intelligence: Diese Systeme erkennen frühzeitig Risiken und schaffen Transparenz über mögliche Handlungsoptionen.
- Entscheidungen beim Menschen: Trotz der Automatisierung bleibt die finale Entscheidung beim Menschen, jedoch auf einer belastbareren Informationsbasis.
Die Zukunft der industriellen Digitalisierung: Ein Ausblick
Experten sind sich einig, dass Vertrauen zur neuen Währung der Industrie wird. Rollenmüller warnt: „Wer weiterhin auf intransparente Systeme setzt, riskiert Stillstand.“ Die nächste Phase der industriellen Digitalisierung wird von maximaler Geschwindigkeit und absoluter Kundenorientierung geprägt sein.
Vergleich mit anderen Bundesländern und Ländern
Während Österreich und die EU mit Initiativen wie dem EU AI Act Vorreiter in der Regulierung sind, gibt es weltweit unterschiedliche Ansätze. In den USA beispielsweise gibt es weniger strenge regulatorische Vorgaben, was zu einer schnelleren, aber potenziell risikoreicheren Implementierung von KI führen könnte. Länder wie Japan und Südkorea hingegen setzen auf eine Kombination aus Technologieoffenheit und strengen Sicherheitsstandards.
Einfluss auf den Alltag der Bürger
Für den normalen Bürger bedeutet diese Entwicklung mehr Sicherheit und Transparenz bei der Nutzung von KI-Produkten. Ob es um autonomes Fahren, personalisierte Medizin oder intelligente Haushaltsgeräte geht – die Verbraucher können sich darauf verlassen, dass die zugrunde liegenden Systeme transparent und verantwortungsvoll gestaltet sind.
Was sagen die Experten?
Dr. Anna Meier, eine renommierte KI-Forscherin, kommentiert: „Die Forderung nach Transparenz ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch eine ethische Notwendigkeit. Die Bürger haben ein Recht darauf zu wissen, wie und warum Entscheidungen getroffen werden, die ihr Leben beeinflussen.“
Historische Perspektive: Ein Blick zurück
Die aktuelle Diskussion um Vertrauen in KI erinnert an frühere technologische Umwälzungen. Ähnlich wie bei der Einführung der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert oder der digitalen Revolution Ende des 20. Jahrhunderts, stehen wir vor grundlegenden Veränderungen, die sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen.
Fazit: Vertrauen als Erfolgsfaktor
Die Aras Software GmbH hat mit ihrer Prognose einen wichtigen Nerv getroffen. Vertrauen wird im KI-Zeitalter zum entscheidenden Faktor, der über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Unternehmen, die sich frühzeitig anpassen und auf transparente, nachvollziehbare Systeme setzen, werden in der Lage sein, die Chancen dieser neuen Ära voll auszuschöpfen.
Bleiben Sie dran, um mehr über die Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz und deren Auswirkungen auf unsere Zukunft zu erfahren!