Weißer Barockesel aus Schloss Hof ziert neue Briefmarke der Post

Wien/Schloßhof (OTS) – Er wirkt wie ein Erbstück der
Habsburgermonarchie und sein Name
klingt wie ein Titel: der Österreichisch-Ungarische Weiße Barockesel.
Die weitverbreitete Geschichte besagt, dass er für die adelige
Gesellschaft gezüchtet wurde, da helle Tiere als Lichtbringer galten,
während dunkle Tiere den Tod voraussagten. Im Laufe der Jahrhunderte
verschwand die Rasse bis auf ein paar vereinzelte Zuchttiere, die
erst in den 1980er-Jahren wieder entdeckt wurden und den heutigen
Grundstein des rund 400 Tiere großen Bestands bilden. Eine der
letzten Populationen lebt heute auf Schloss Hof im Marchfeld. Die
Rasse ist stark gefährdet und ziert daher die heurige Ausgabe der
beliebten Briefmarkenserie „Seltene Nutztierrassen“.

Vorgestellt wurde die neue Briefmarke nun von Andreas Minnich,
Abgeordneter zum Nationalrat in Vertretung von Landeshauptfrau
Johanna Mikl-Leitner, Klaus Panholzer, CEO/Geschäftsführer,
Schönbrunn Group, und Patricia Liebermann, Leiterin Philatelie,
Österreichische Post AG, im niederösterreichischen Schloss Hof.

Die von Kirsten Lubach entworfene Briefmarke zeigt eine Stute mit
den für die Rasse typischen blauen Augen und mit ihrem Fohlen. Die
Briefmarke hat einen Nennwert von 1 Euro (Tarif: Brief Österreich S)
und erscheint in einer Auflage von 250.000 Stück. Sie ist in allen
Postfilialen, auf onlineshop.post.at sowie beim Sammler-Service der
Österreichischen Post (Telefon: +43 577 67 – 95095; E-Mail: sammler-
[email protected] ) erhältlich.

Neue Briefmarken-Produkte und Sonderpostamt in Schloss Hof

Für den charmanten Vertreter aus monarchischen Zeiten legt die
Post erstmals ein hochwertiges Set aus Briefmarken, Karten und
Kuverts mit Motiven des Weißen Barockesels auf – eine kleine Eselei
zum Verschicken. Das Set enthält drei Briefmarken, drei Karten und
drei Kuverts und kostet 9,80 Euro.

Die Marken-Edition „Schloss Hof“ widmet sich zudem dem
Hauptwohnsitz der Weißen Barockesel und dem bekanntesten der
Marchfeldschlösser. Das Heft enthält 20 Briefmarken mit prachtvollen
Aufnahmen von Schloss Hof und ist um 26,20 Euro erhältlich.

Am 31. Juli findet in Schloss Hof von 10 bis 16 Uhr ein eigenes
Sonderpostamt statt. Besucher*innen können dort die neue Briefmarke,
das Set und die Marken-Edition erwerben und ihre Sendungen mit dem
passenden Sonderstempel des Weißen Barockesels abstempeln lassen –
und gleich daneben einen Blick auf die letzten Weißen Barockesel
erhaschen.

Weißer Barockesel

Die weiße Farbe des Fells, die als „cremello“ bezeichnet wird,
sowie seine blauen Augen machen den Weißen Barockesel
unverwechselbar. Die helle Färbung nennt man Flavismus, auch seine
Haut und die Hufe sind nur schwach pigmentiert. Das Tier ist
mittelgroß mit normal langem Fell und der typischen Stehmähne der
Esel. Aufgrund der Zuschreibung als „Lichtbringer“ wird vermutet,
dass die ersten Weißen Barockesel als Statussymbol von Adeligen in
der Habsburgermonarchie, vor allem in Ostösterreich und in Ungarn,
gezüchtet wurden. Im Laufe der Zeit geriet die Rasse in
Vergessenheit, erst in den 1980ern rückte sie wieder in das
Bewusstsein der Öffentlichkeit.

Seit 2016 ist der Weiße Barockesel als eigene Rasse anerkannt,
zuständig für die Zucht ist der Zuchtverband Stadl Paura. Der Verein
zur Erhaltung der Weißen Barockesel in Niederösterreich mit Sitz in
Schloss Hof bemüht sich um den Fortbestand der stark gefährdeten
Rasse, von der heute nur noch wenige hundert Exemplare im Zuchtbuch
eingetragen sind. Populationen in Österreich gibt es vor allem auf
Schloss Hof im Marchfeld und im Nationalpark Neusiedler See.

Weiße Barockesel können 30 bis 40 Jahre alt werden und sind wie
alle Esel robust, genügsam und unerschrocken. Zum Einsatz kommt der
weiße Esel als Reittier für Kinder, als Zugtier für leichte Kutschen
und in der Tiertherapie, im Seewinkel wird er auch in der
Landschaftspflege eingesetzt.

Fakten auf einen Blick

(Stand: Juli 2026)

– Anlass / Thema: Der Österreichisch-Ungarische Weiße Barockesel
ziert die heurige Ausgabe der Briefmarkenserie „Seltene
Nutztierrassen“.

– Produkt / Objekt: Die von der Wienerin Kirsten Lubach entworfene
Briefmarke zeigt eine Stute mit für die Rasse typischen blauen Augen,
ihr Fohlen nährt sich gerade an ihr.

– Kennzahlen: Nennwert 1 Euro (Tarif: Brief Österreich S); Auflage
250.000 Stück.

– Besonderheit: Der Bestand des Weißen Barockesels schrumpfte auf
heute etwa 340 paarungsfähige Tiere; die Rasse ist damit stark
gefährdet.

– Event / Termin: Am 31. Juli findet in Schloss Hof von 10 bis 16 Uhr
ein eigenes Sonderpostamt statt.

– Verfügbarkeit: Erhältlich in allen Postfilialen, auf
onlineshop.post.at sowie beim Sammler-Service der Österreichischen
Post.

– Quelle: Österreichische Post AG

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