Wien (OTS) – SOS Mitmensch ist entsetzt über die vom „Standard“
kolportierte
Entscheidung von Ministerin Claudia Plakolm, die Förderungen für die
Anti-Rassismus-Beratungsstelle ZARA einzustellen. Eine tragende Säule
der Anti-Rassismus-Arbeit in Österreich und eine wichtige
Anlaufstelle für Opfer von Rassismus drohe damit wegzufallen, so die
Menschenrechtsorganisation, die scharf protestiert und eine Rücknahme
der Entscheidung fordert.
„Der angekündigte Förderstopp für ZARA ist nicht weniger als ein
Anschlag auf die Anti-Rassismus-Arbeit in Österreich. Ministerin
Bauer ist offenbar nicht bewusst, wie wichtig es für
Rassismusbetroffene ist, eine unabhängige Stelle zu haben, an die sie
sich wenden können, die sie berät und ihre Anliegen vertritt. Der
Förderstopp für ZARA ist durch nichts zu rechtfertigen“, zeigt sich
SOS Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak entsetzt.
Funktionierende Anti-Rassismus-Arbeit sei ein Fundament eines
jeden demokratischen Staates, so Pollak, daher fordere er Ministerin
Claudia Bauer eindringlich auf, innezuhalten und die unverständliche
Förderstopp-Entscheidung zu überdenken, bevor eine katastrophale
Lücke im Bereich Antirassismus aufgerissen werde.
SOS Mitmensch ruft alle demokratisch gesinnten Kräfte zur
Solidarität mit ZARA und zum breiten Protest gegen die Förderstopp-
Entscheidung auf.