St. Pölten (OTS) – Im Wiener Palais Niederösterreich wurde am
gestrigen Montagabend das
Programm für das Theaterfest 2026 präsentiert: 22 Produktionen an 19
Spielorten in allen Landesteilen – darunter sechs Produktionen an
fünf Standorten beim Theater for Kids – machen Niederösterreich im
kommenden Sommer erneut zur Bühne. Landeshauptfrau Johanna Mikl-
Leitner betonte gleich zu Beginn: „Kultur ist kein Luxus und kein
Selbstzweck, sondern ein wesentlicher Teil unserer Identität und
unseres Wertefundaments. Das Kulturland Niederösterreich steht für
Weltoffenheit, Vielfalt, Professionalität und Qualität.“
Der Weg dorthin habe vor rund 40 Jahren begonnen, als man mit der
Entscheidung für eine eigene Landeshauptstadt kulturpolitisch aus dem
Schatten Wiens trat. St. Pölten fungierte dabei von Beginn an als
Motor für alle Regionen. „Der Erfolg des Kunst- und Kulturlandes
Niederösterreich ist das Ergebnis intensiver Arbeit, einer klaren
Strategie und konsequenter Investitionen“, so die Landeshauptfrau.
Sie verwies auf Leuchttürme wie Grafenegg und die Kunstmeile Krems,
aber auch auf aktuelle Impulse wie das sanierte Stadttheater Wiener
Neustadt, das europaweit einzigartige KinderKunstLabor, die
wiedereröffnete Synagoge St. Pölten sowie den neuen Rudolf Buchbinder
Saal in Grafenegg, der in Kürze eröffnet werde.
Besonders hob Mikl-Leitner die kulturelle Vielfalt
Niederösterreichs hervor: „Bei uns ist Kunst und Kultur an allen
Ecken und Enden spürbar – von der Hochkultur bis zur Breitenkultur,
genreübergreifend.“ In diesem Zusammenhang komme dem Theaterfest
Niederösterreich eine zentrale Rolle zu, betonte sie. „Die
Künstlerinnen und Künstler sind die kulturellen Nahversorger und
bringen Kunst und Kultur direkt vor Ort zu den Menschen.“ Sie dankte
den Kulturschaffenden für ihr Engagement und bekräftigte:
„Investitionen in diesen Bereich sind kein Kann, sondern ein Muss.“
Denn gerade in herausfordernden Zeiten komme der Kultur eine
besondere Bedeutung zu: „Sie regt dazu an, hinzuschauen, zu
reflektieren und nachzudenken, sie gibt Kraft und bringt zum Lachen.“
Neben ihrer gesellschaftlichen Bedeutung ist Kultur aber auch ein
zentraler Wirtschafts- und Tourismusmotor, hob die Landeshauptfrau
abschließend hervor: „225.000 Besucherinnen und Besucher zählt das
Theaterfest Niederösterreich jährlich, über drei Millionen Menschen
kommen insgesamt jedes Jahr zu unseren Kulturveranstaltungen und
Ausstellungen. Wir sprechen hier von einer Gesamtwertschöpfung von
1,35 Milliarden Euro und von mehr als 30.000 Arbeitsplätzen.“
Kristina Sprenger, Obfrau und Intendantin der Festspiele
Berndorf, sagte: „Das Theaterfest Niederösterreich steht für
Sommertheater auf höchstem Niveau, für höchste Professionalität, viel
Leidenschaft und Freude.“ Theater schaffe einen Perspektivenwechsel,
ein Eintauchen in andere Lebensrealitäten – „das tut in diesen Zeiten
besonders gut“, so Sprenger. Heuer habe man in der Theaterfestfamilie
auch einiges zu feiern, verriet die Obfrau außerdem: „Intendant
Alexander Hauer hat seine 25. Saison in Melk, die Sommerfestspiele
Melk selbst sind im 66. Festspielsommer. Sein 50. Jubiläum feiert der
Intendant der Sommerspiele Perchtoldsdorf, Alexander Kubelka, und der
Märchensommer Niederösterreich feiert heuer sein 20. Jubiläum.“
Alle Infos zum Theaterfest Niederösterreich, das von 3. Juni bis
30. August 2026 läuft, online auf www.theaterfest-noe.at