Wien (OTS) – Am Pfingstwochenende 2026 ereigneten sich in Österreich
insgesamt 636
Verkehrsunfälle mit Personenschaden, das sind um 159 oder 33,3
Prozent deutlich mehr als im Vorjahr (477 Unfälle). Dabei wurden 708
Personen verletzt, um 150 (26,9 Prozent) mehr als zu Pfingsten 2025 (
558 Verletzte), und vier Personen getötet (Vorjahr: zwei Todesopfer).
Alle vier tödlichen Verkehrsunfälle am Pfingstwochenende
ereigneten sich am Samstag, 23. Mai 2026: In Niederösterreich kamen
zwei Motorradlenker (26 und 44 Jahre) und ein Pkw-Lenker (36 Jahre)
bei Alleinunfällen ums Leben. In Wien wurde ein 3-jähriger Bub mit
einem Kinder-Tretroller am Gehsteig von einem Pkw-Lenker, der aus
einer Garagenausfahrt kam, niedergestoßen und tödlich verletzt.
Vier Verkehrstote zu Pfingsten im Jahr 2026 bedeuten die höchste
Zahl seit 2022 (ebenfalls 4) und um 2 mehr als im Vorjahr. Die bisher
niedrigsten Ergebnisse seit Einführung der Statistik im
Bundesministerium für Inneres (1967) wurden in den Jahren 2021 und
2024 mit jeweils einem Todesopfer verzeichnet. Zum Vergleich dazu
mussten in den bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote
am Pfingstwochenende 1984 beklagt werden.
Im Zuge der verstärkten Verkehrsüberwachung durch die Polizei
wurden zu Pfingsten 64.828 Kraftfahrzeuglenkerinnen und -lenker wegen
Überschreitung der höchstzulässigen Geschwindigkeit beanstandet (
2025: 62.877), ein Anstieg um 3,1 Prozent. Gegen 422
Fahrzeuglenkerinnen und -lenker wurde wegen Trunkenheit am Steuer
Anzeige erstattet (2025: 364), ein Anstieg um 15,9 Prozent. Weitere
106 Drogenlenkerinnen und -lenker mussten von der Polizei aus dem
Verkehr gezogen werden, ebenfalls ein Anstieg um 10,4 Prozent
gegenüber dem Vorjahr (96). 330 Lenkerinnen und Lenkern (+ 20,4
Prozent) wurde am Pfingstwochenende der Führerschein bzw. der
Mopedausweis vorläufig abgenommen (2025: 274). Zehn Kraftfahrzeuge
wurden zu Pfingsten infolge extremer Geschwindigkeitsüberschreitungen
von der Bundespolizei vorläufig beschlagnahmt, im Vorjahr waren es
sieben.
„Die Polizei hat am Pfingstwochenende zahlreiche
Schwerpunktkontrollen durchgeführt. Der Schwerpunkt lag dabei auf der
Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Ich danke unserer Polizei für
diesen wichtigen Einsatz“, betonte Innenminister Gerhard Karner am
Dienstagmorgen.
In der gesamten Pfingstwoche vom 18. Mai bis zum 25. Mai 2026,
einschließlich Pfingstmontag, verunglückten sieben Menschen im
Straßenverkehr tödlich: drei Pkw-Lenker, zwei Motorrad-Lenker, ein
Leichtmotorrad-Lenker und ein Scooter-Lenker.
Sechs Personen kamen in der Vorwoche auf Landesstraßen L und eine auf
einer Gemeindestraße ums Leben. Drei Verkehrstote mussten in
Niederösterreich und je einer im Burgenland, Oberösterreich,
Steiermark und Wien beklagt werden.
Vermutliche Hauptunfallursachen waren in vier Fällen eine
nichtangepasste Geschwindigkeit, in zwei Fällen
Unachtsamkeit/Ablenkung und in einem Fall eine Vorrangverletzung.
Drei tödliche Verkehrsunfälle waren Alleinunfälle und drei
Verkehrstote waren ausländische Staatsangehörige.
Vom 1. Jänner bis 25. Mai 2026 gab es im österreichischen
Straßennetz 115 Verkehrstote (vorläufige Zahl). Im Vergleichszeitraum
2025 waren es 122 und 2024 103.
Eine genaue Aufschlüsselung der Pfingst-Bilanz 2026 (Freitag bis
Pfingstmontag) für jedes Bundesland ist der Tabelle im Anhang der
Aussendung zu entnehmen.