Ofenauer: FPÖ muss bei Wehrdienstreform Farbe bekennen

Wien (OTS) – „Österreich steht vor der größten Wehrdienstreform seit
Jahrzehnten.
Mit sechs Monaten Grundwehrdienst und drei Monaten Truppen- und
Milizübungen stärken wir Ausbildung, Miliz und Einsatzbereitschaft
unseres Bundesheeres nachhaltig. Jetzt muss die FPÖ zeigen, ob ihren
jahrelangen Forderungen auch Taten folgen“, sagt ÖVP-Wehrsprecher
Friedrich Ofenauer.

Die geplante Reform gebe dem Wehrdienst deutlich mehr Gewicht und
orientiere sich weitgehend an den Empfehlungen der Experten. „Das ist
kein parteipolitisches Wunschkonzert, sondern in weiten Teilen ein
Expertenmodell für ein stärkeres und einsatzfähigeres Bundesheer. Wer
die Landesverteidigung ernst nimmt, kann sich einer solchen Reform
nicht aus parteitaktischen Gründen verweigern“, so Ofenauer.

Insbesondere die FPÖ stehe nun in der Verantwortung. „Die
Freiheitlichen fordern seit Jahren einen stärkeren Wehrdienst, eine
starke Miliz und mehr Einsatzfähigkeit. Jetzt liegt eine Reform auf
dem Tisch, die genau dort ansetzt. Wer vorher laut mehr Wehrdienst
verlangt, kann nicht plötzlich dagegen sein, wenn es konkret wird“,
betont Ofenauer.

Die entscheidende Frage sei daher, ob die FPÖ bereit sei, ihren
eigenen Worten auch parlamentarische Taten folgen zu lassen. „Beim
Bundesheer reicht es nicht, große Reden zu halten. Wenn die FPÖ
tatsächlich für einen stärkeren Wehrdienst steht, dann muss sie sechs
Monate Grundwehrdienst plus drei Monate Truppen- und Milizübungen
mittragen.“

„Die Sicherheit Österreichs ist zu wichtig für parteipolitische
Spielchen. Die FPÖ hat jetzt die Wahl: Sie kann Verantwortung
übernehmen und einer historischen Stärkung des Wehrdienstes zustimmen
– oder sie muss erklären, warum sie im entscheidenden Moment gegen
das stimmt, was sie selbst jahrelang gefordert hat“, so Ofenauer
abschließend. (Schluss)