Wien (OTS) – „Die Entscheidung, den Hermann-Gmeiner-Park in der
Inneren Stadt
wieder auf seinen ursprünglichen Namen ,Börsepark‘ rückzuführen, ist
ein notwendiger und konsequenter Schritt. Nach den aufgetretenen
Vorwürfen war es mir von Anfang an ein zentrales Anliegen, dass der
Park so schnell wie möglich umbenannt wird. Ich habe diesen Schritt
daher von Beginn an konsequent vorangetrieben, um ein klares Zeichen
zu setzen“, so Bezirksvorsteher Landesparteiobmann Markus Figl.
Bereits nach dem Bekanntwerden schwerwiegender Vorwürfe gegen den
SOS Kinderdorf Gründer Hermann Gmeiner war die Büste aus dem Park
entfernt worden. In weiterer Folge hatte die Kulturkommission des 1.
Bezirks im Herbst 2025 beschlossen, dem Park wieder seinen
historischen Namen zu geben. Dieser Vorschlag wurde in der
Bezirksvertretung am 18. Dezember 2025 einstimmig angenommen, Anfang
März 2026 im zuständigen Unterausschuss für
Verkehrsflächenbenennungen behandelt und nun auch im gestrigen
Gemeinderatsausschuss für Kultur und Wissenschaft formell
beschlossen.
Öffentliche Plätze, insbesondere solche, die als Erholungs- und
Spielräume für Kinder und Familien dienen, tragen eine hohe
symbolische Verantwortung. „Die durch historische Untersuchungen
belegten Vorwürfe des Kindesmissbrauchs gegen den SOS Kinderdorf
Gründer sind mit der Ehre einer Namenspatronanz in unserem Bezirk
unvereinbar. Mit der Umbenennung und der bereits erfolgten Entfernung
der Büste setzen wir ein klares Zeichen des Respekts gegenüber den
Betroffenen und stellen sicher, dass dieser Ort wieder unbeschwert
von der Wiener Bevölkerung genutzt werden kann“, betont Figl.
Die Rückkehr zum historisch gewachsenen Namen „Börsepark“ schaffe
Klarheit und wahre die Integrität des öffentlichen Raums. Zugleich
sei es wesentlich, dass die Hintergründe der bekannt gewordenen
Vorwürfe weiterhin vollständig aufgeklärt werden. „Vielen Dank an die
Kulturkommission im Bezirk und an die Mitglieder der zuständigen
Gremien auf Stadtebene für die gute und konstruktive Zusammenarbeit“,
so Figl abschließend.