ÖVP – Figl/Korosec: Gastpatienten sind Sündenbock für Wiens Kostenproblem

Wien (OTS) – Seit Jahren macht die SPÖ-Neos-Stadtregierung
Gastpatientinnen und
Gastpatienten für die hohen Belastungen des Wiener Spitalssystems
verantwortlich. Eine Analyse der amtlichen ÜREG-Daten 2014 bis 2024
durch den unabhängigen Gesundheitsökonomen Dr. Ernest Pichlbauer
zeichnet jedoch ein anderes Bild: Die Zahl der Gastpatienten steigt
nicht, die Fälle werden nicht schwerer und der Kostentreiber in Wien
liegt abseits des Krankenbetts.

„Wien hat kein Gastpatientenproblem. SPÖ und Neos haben ein
Kostenproblem. Die Gastpatienten sind nur der Sündenbock für Wiens
ineffiziente und teure Spitäler. Statt die eigenen Kostenprobleme zu
lösen, lenken SPÖ-Stadtrat Hacker und SPÖ-Bürgermeister Ludwig von
immer längeren Wartelisten und einer schlechteren Versorgung ab“, so
Landesparteiobmann Markus Figl.

Kostentreiber liegt abseits des Krankenbettes

Der entscheidende Unterschied zeigt sich bei den patientenfernen
Kosten, etwa für Verwaltung, Gebäudebetrieb, IT und Energie. Während
Wien bei den patientennahen Kosten nahezu auf dem Niveau
Niederösterreichs liegt, sind die patientenfernen Kosten deutlich
höher als im übrigen Österreich. Insgesamt kostet dieselbe
Spitalsleistung in Wien rechnerisch fast 30 Prozent mehr als im Rest
Österreichs.

„Die Patientinnen und Patienten müssen im Mittelpunkt stehen,
nicht Wiener Kostentricks. Gesundheitspolitik muss sich am Wohl der
Patientinnen und Patienten orientieren und nicht daran, wie Wien
seine hohen Kosten weiterverrechnen kann“, so Gesundheitssprecherin
Ingrid Korosec.

Zustimmung zu Ordensspitälern ist kein Blankoscheck

Auch die Kritik der SPÖ, wonach die Wiener Volkspartei
Finanzierungsvereinbarungen für die Ordensspitäler mitgetragen habe,
weist Korosec zurück. Die Zustimmung diente der existenziellen
Absicherung der Ordensspitäler als unverzichtbare Partner der Wiener
Gesundheitsversorgung und ist definitiv keine Zustimmung zur
Gastpatientenpolitik von Stadtrat Hacker.

Die Wiener Volkspartei fordert daher volle Transparenz bei den
patientenfernen Kosten, einen verbindlichen Konsolidierungspfad zur
Senkung dieser Kosten und eine faire Direktverrechnung ohne Wiener
Kostenaufschlag. Wiens überdurchschnittlich hohe Strukturkosten
dürfen jedenfalls nicht auf andere Bundesländer überwälzt werden.