Wien (OTS) – „Die Spritpreisbremse, die morgen endgültig wirksam
wird, ist gut –
aber erst der Anfang. Es gibt hier noch Luft nach oben. Man wird sich
zeitnah anschauen müssen, ob sie nachzuschärfen ist“, sagt ÖGB-
Bundesgeschäftsführerin Helene Schuberth anlässlich der Einführung
der Spritpreisbremse.
Konzerne dürfen nicht profitieren
Es muss alles getan werden, damit Konzerne die aktuelle Lage
nicht nutzen, um ihre Gewinnmargen auszuweiten. Pendler:innen leiden
bereits – wenn sich die Inflation ausweitet, trifft es alle. Die
Spritpreisbremse ist damit überfällig. Schon 2025 zeigte sich eine
deutliche Entkopplung auf dem Treibstoffmarkt: Dem kontinuierlich
sinkenden Rohölpreis standen unveränderte Zapfsäulenpreise gegenüber.
Drohende Preisspirale stoppen
Angesichts einer drohenden Preisspirale fordert Schuberth rasch
weitere preisdämpfende Maßnahmen zur Haushaltsentlastung. Der ÖGB
verlangt die Umsetzung des angekündigten Preisdeckels für Strom und
Wärme sowie eine Anti-Teuerungskommission. „Wir brauchen dauerhaftes,
strenges Monitoring aller wichtigen Güter, um ungerechtfertigte
Preistreiberei sofort zu stoppen. Inflation darf nicht die
Existenzgrundlage gefährden“, warnt Schuberth. „Ein Schutzschild ist
längst überfällig.“ Die Bundesregierung muss rasch zusätzliche
Maßnahmen setzen – sowohl zur Entlastung der Bevölkerung als auch zur
Förderung von Energiesparen und Versorgungssicherheit.