Ö1-Sommerreihe „Über Musik. Andreas Pfeifer im Gespräch mit …“ ab 1. August

Wien (OTS) – Die vierteilige Ö1-Sommerreihe „Über Musik. Andreas
Pfeifer im
Gespräch mit …“ ist ab 1. August jeweils samstags ab 17.05 Uhr zu
hören.

Im August führt ORF-Korrespondent Andreas Pfeifer Gespräche über
Musik: mit Menschen, die Musik lieben, Musik machen und über Musik
nachdenken. Zum Auftakt am 1. August spricht er mit Igor Levit, einem
polyphonen Menschen und Künstler. Eine glänzende Karriere als Pianist
wurde ihm schon vor seinem Konzertexamen prophezeit: Mittlerweile ist
Igor Levit auf den Musikbühnen der Welt etabliert, seit seinen
gestreamten „Hauskonzerten“ in den Zeiten der Corona-Isolation auch
weit außerhalb aller Elfenbeintürme seiner Kunst. Doch das ist ihm
nicht genug. Nicht nur als Musiker, auch als Mitglied der
Zivilgesellschaft, als Umweltaktivist, als Jude erhebt Igor Levit
seine Stimme: kommentierend, mahnend, anklagend.

Joana Mallwitz, eine Musikerin, die das Dirigieren als eine
Spielart schneller Kommunikation ohne Worte begreift, mit Bewegung,
mit Blicken, mit Atem, ist am 8. August in der Reihe zu Gast. „Musik
bedeutet für mich Klarstellung; ich versuche zu klären, zu
verfeinern, zu sensibilisieren“, sagt Mallwitz und stellt dabei auch
klar, dass man über das Frausein am Dirigentenpult nicht mehr allzu
viele Worte verlieren sollte. Sie muss es auch nicht. Am Theater
Erfurt war Joana Mallwitz mit 27 Jahren Europas jüngste
Generalmusikdirektorin, mittlerweile ist sie Chefdirigentin und
künstlerische Leiterin des Konzerthausorchesters Berlin.

Am 22. August spricht Andreas Pfeifer mit Tabea Zimmermann, einer
Bratschistin, die ihrem Instrument, ihren Schülern und dem
Konzertbetrieb neue Spielräume erschließt. Sie sei ein
„Mittelstimmentyp“ meint Zimmermann und beruft sich damit auf ihre
Begabung des Ausgleichs: als Solistin, als Kammermusikerin im
Quartett, als Lehrende. Zugleich ist Tabea Zimmerman mit
grenzüberschreitenden Projekten auf dem Feld der zeitgenössischen
Musik tonangebend, die sie auch als Vorsitzende der Ernst von Siemens
Musikstiftung fördert. Komponisten wie György Ligeti, Wolfgang Rihm
und Georges Lentz haben Zimmermann Werke gewidmet.

Zum Abschluss der Reihe ist am 29. August Schriftsteller Daniel
Kehlmann zu Gast und spricht über den Sound von Literatur. Seinem
Episodenroman „Ruhm“ liegt eine „musikalische Idee vom inneren
Zusammenhalt“ zugrunde. Er hat einen Essay über „Schöne Musik im KZ“
geschrieben. Sein jüngster Roman „Lichtspiel“ führt vor Augen, wie
Kompositionen einer Ästhetik des Totalitären unterworfen werden.
Musik ist nicht nur ein inhaltliches Leitmotiv des Schriftstellers,
Kehlmanns Sprache ist von ihren strukturellen und rhythmischen
Texturen inspiriert. Das Programm von Ö1 im Detail ist abrufbar unter
https://oe1.orf.at/ .