Wirtschaft

Neue Leitung am MUK-Institut für Tanz

Wien (OTS) – Das Institut für Tanz an der Musik und Kunst
Privatuniversität der
Stadt Wien (MUK), einem Unternehmen der Wien Holding, erhält mit
Beginn des Studienjahrs 2026/27 eine neue Leitung: Die aus Schweden
stammende Choreografin Charlotta Ruth tritt mit September die
Nachfolge des langjährigen Institutsvorstands Nikolaus Selimov an.
Des Weiteren wurde die profilierte österreichische Tänzerin und
Choreografin Doris Uhlich als Professorin für das Fach Künstlerisches
Gestalten bestellt.

Zwtl.: Charlotta Ruth: „Tanzausbildung berufsrelevant ergänzen“

Zum Auftakt der Leitung des Instituts für Tanz an der MUK lobt
die schwedische Choreografin die Qualität der bestehenden Ausbildung
und möchte diese in Zukunft ein wenig breiter aufstellen. „In den
rund 20 Jahren der Leitung durch Nikolaus Selimov hat das Institut
für Tanz an der MUK eine enorme qualitative Entwicklung mit Fokus auf
der Bachelor-Ausbildung in den Bereichen Zeitgenössischer Tanz sowie
Tanzpädagogik geschaffen”, so die neue Leiterin Charlotta Ruth: „Für
mich ist es jetzt spannend, wie wir die künstlerische und technische
Ausbildung der Studierenden so ergänzen können, damit sie auf eine
ungewisse berufliche Zukunft gut vorbereitet sind. Dazu zählt die
Erschließung von Handlungsräumen auch außerhalb von Bühne oder
Tanzstudio, dazu zählt aber auch die aktive Teilnahme von
Studierenden/des Instituts an Forschungsprojekten sowie deren
Einbindung in transdisziplinäre Kontexte.”

Die an der Königlich Schwedischen Ballettschule sowie an der
DOCH/Uniarts Stockholm ausgebildete Tänzerin und Choreografin
Charlotta Ruth promovierte 2022 in künstlerischer Forschung an der
Universität für angewandte Kunst in Wien. Im Mittelpunkt ihrer
künstlerischen Praxis steht das Interesse am kollaborativen und
ergebnisoffenen Erarbeiten künstlerischer, sozialer und ökologischer
Fragestellungen. In Wien hat sie als Choreografin zahlreiche Arbeiten
realisiert, darunter im Tanzquartier, im brut Wien, im WUK sowie in
der Brunnenpassage. Kulturpolitisch ist Charlotta Ruth in Wien etwa
im Vorstand der IG freie Theaterarbeit engagiert und war an der
Entwicklung von Strukturen für künstlerischen Peer to Peer-Austausch
beteiligt. Sie wirkte an zahlreichen Forschungsprojekten (teils in
leitender Position) mit und ist als Vortragende international
gefragt. In der Saison 2026/27 sind ihre künstlerischen Arbeiten im
WUK sowie im Theater am Werk zu sehen.

Als vielseitige Choreografin, die u. a. auch Games Design
entwirft (etwa im Rahmen der City Games Vienna sowie Anfang Oktober
2026 zum 45. Geburtstag des WUK) ist Charlotta Ruth davon überzeugt,
dass tänzerisches Wissen in vielen gesellschaftlichen Bereichen
bereichernd wirken kann und sich entsprechend Berufsmöglichkeiten für
ausgebildete Tänzer*innen und Tanzpädagog*innen bieten: „Tanz zu
trainieren, heißt auch, zwischenmenschliche Qualitäten zu trainieren.
Es bedeutet, Beziehungen zu anderen Menschen zu spüren, zu verstehen
und auch nonverbal in Verbindung zu treten. Damit kann das genuin
tänzerische Wissen essenziell dort eingebracht und angewandt werden,
wo es um gemeinschaftliche oder um öffentliche Räume geht, um
Gruppendynamiken und Gemeinschaftserfahrungen, wie etwa in sozialen,
in sozialpädagogischen oder auch in kunst- und demokratiepolitisch
vermittelnden Kontexten.”

Zwtl.: Professur für Doris Uhlich

Unter den zahlreichen Neubestellungen von Lehrenden an der MUK
ist auch die österreichische Tänzerin und Choreografin Doris Uhlich
zu nennen. Als namhafte Absolventin der MUK ist sie der Universität
seither u. a. als Gastchoreografin verbunden geblieben. Mit dem
Studienjahr 2026/27 tritt sie am Institut für Tanz eine Professur im
Fach Künstlerisches Gestalten an. Die Künstlerin, die 2024 mit dem
Österreichischen Kunstpreis ausgezeichnet worden war, brillierte 2025
bei ImPulsTanz Wien mit ihrer Produktion „Come Back Again“, die sie
im Duett mit der damals 82-jährigen Grande Dame des österreichischen
Balletts Susanne Kirnbauer-Bundy zeigte. Im Frühjahr 2026
verantwortete sie an den Münchener Kammerspielen die von der Kritik
akklamierte Produktion „Glitsch“. Vom 5. November bis 5. Dezember
2026 wird sie im Tanzquartier Wien (TQW) mit dem Festival „Boom
Tschak: 20 Jahre Doris Uhlich“ ein rundes Jubiläum als Choreografin
feiern.

Auch Doris Uhlich sieht die beruflichen Chancen für künftige
Absolvent*innen einer Ausbildung in den Disziplinen Tanz oder
Tanzpädagogik bei weitem nicht auf die althergebrachten Bereiche
beschränkt: „Viel realistisches Potenzial sehe ich im
tanzpädagogischen Berufsfeld, in der Öffnung tänzerischer
Begegnungsräume für diverse Körper und Generationen. Künstlerische
Karriere und tanzpädagogische Tätigkeiten haben das Potenzial, ein
inspirierendes Netzwerk zu bilden und ermöglichen mehr finanzielle
Absicherung.” Die neue MUK-Professorin ist davon überzeugt, dass Tanz
als Kunstform, als Praxis, als Erfahrung und als Form der
Kommunikation eine produktive gesellschaftliche Funktion haben kann:
„Tanz hat das Potenzial, Menschen zu verbinden, Gemeinschaft zu
stiften und kollektive Energie zu erfahren. Die Kunstform Tanz macht
den Körper als Epizentrum für Aktion und Veränderung erfahrbar.”

Zwtl.: Das Institut für Tanz an der MUK

Das Institut für Tanz an der MUK geht auf das im Jahr 1942
gegründetes Institut an einer der Vorgängerinstitutionen der MUK
zurück, es wurde damals von der eminenten Tänzerin, Choreografin und
Tanzpädagogin Rosalia Chladek geleitet. Derzeit weisen die
Bachelorstudiengänge Zeitgenössischer Tanz sowie Tanzpädagogik
insgesamt rund 95 Studierende auf.

Zwtl.: Die MUK

Die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien ist eine
öffentliche Institution, die den Studierenden an den Fakultäten Musik
und Darstellende Kunst eine leistbare, exzellente künstlerische,
wissenschaftliche und kunstpädagogische Berufsausbildung bietet. Mit
derzeit etwa 900 Studierenden und mehr als 280 namhaften Lehrenden
vereint die MUK international herausragende Künstler*innen der
Bereiche Künstlerische Forschung, Musik, Tanz, Schauspiel und Gesang.
Als Tochtergesellschaft der Wien Holding steht die MUK zur Gänze im
Eigentum der Stadt Wien und ist durch diese Trägerschaft eng mit den
anderen Kulturbetrieben in diesem Verbund vernetzt.

Zwtl.: Pressefotos:

Fotos zur Aussendung sind im Pressebereich der Wien Holding unter
www.wienholding.at/Presse/Presseaussendungen abrufbar. Honorarfreier
Abdruck im Zuge der Berichterstattung unter Nennung des Copyrights.