„Mitdenken, Mitentscheiden“: Finanz- und Verbraucherbildung beginnt im Kindergarten

St. Pölten (OTS) – Mit dem Projekt „Mitdenken, Mitentscheiden –
Finanz- und
Verbraucherinnen- bzw. Verbraucherbildung im Kindergarten“ setzt das
Land Niederösterreich gemeinsam mit der Oesterreichischen
Nationalbank und dem Bundesministerium für Soziales, Gesundheit,
Pflege und Konsumentenschutz einen wichtigen Impuls für frühe
finanzielle Bildung. Ziel des Projekts ist es, Kindergartenkinder
spielerisch an Themen wie Geld, Sparen, Nachhaltigkeit und den
bewussten Umgang mit Ressourcen heranzuführen, sowie ihr
Zahlenverständnis zu stärken.

„Mit dem Projekt ‚Mitdenken, Mitentscheiden‘ legen wir einen
wichtigen Grundstein für einen bewussten Umgang mit Geld und
Ressourcen bereits im Kindesalter. Kinder entwickeln schon früh ein
Verständnis für Werte und genau hier setzen wir an“, betont Bildungs-
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Erst am Mittwoch hat
Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl erklärt, dass
Finanzbildung in Ländern und Regionen stärker verankert werden soll.
„Niederösterreich hat in seinem Wirkungsbereich bereits einen
eigenständigen Weg eingeschlagen, wie mit dem Projekt GeldWertvoll
oder dem Finanzführerschein. Umso erfreulicher ist es, dass der Bund
bei diesem wichtigen Thema unseren Forderungen nachkommen und
Ressourcen bereitstellen wird“, ist Teschl-Hofmeister erfreut.

Im Mittelpunkt beim Projekt „Mitdenken, Mitentscheiden – Finanz-
und Verbraucherinnen- bzw. Verbraucherbildung im Kindergarten“ steht
die gezielte Weiterbildung von Elementarpädagoginnen und -pädagogen.
In praxisnahen Fortbildungen vertieften sie ihr Wissen rund um
finanzielle Bildung und erhielten konkrete Methoden für den
Kindergartenalltag. Die positiven Rückmeldungen aus den Einrichtungen
zeigen deutlich: Die Teilnehmenden gewinnen an Sicherheit und Freude,
wenn sie mit Kindern über Themen wie Geld, Tauschen, Sparen und
Wünsche sprechen. Ökonomische Bildung wird so zu einem
selbstverständlichen Bestandteil frühkindlicher Pädagogik.

„Finanz- und Verbraucherinnen- bzw. Verbraucherbildung im Alter
von drei bis sechs Jahren ist wichtig, weil Kinder bereits früh
alltagsnah mit Geld und Konsum in Berührung kommen und dabei
grundlegende Kompetenzen wie Entscheidungsfähigkeit, Selbstregulation
und verantwortungsbewusstes Handeln entwickeln können, was zugleich
zur Chancengleichheit beiträgt“, ergänzt OeNB-Direktor Josef
Meichenitsch.

In der Weiterbildung „Vom Spielgeld zum Einkaufszettel: Kinder
lernen Geld und Konsum verstehen“ wurde vermittelt, wie komplexe
Inhalte altersgerecht und spielerisch aufbereitet werden können. Zum
Einsatz kommen dabei eigens entwickelte Materialien wie Geschichten,
Bildkarten und große Geldscheine, die gemeinsam mit der
Oesterreichischen Nationalbank und dem Sozialministerium erarbeitet
wurden. Ein weiterer nachhaltiger Aspekt des Projekts sind die vom
Team des Kinderbuchhauses rund um Renate Habinger entwickelten
Mitmachstationen, die künftig über die Niederösterreichischen
Bibliotheken ausgeliehen werden können. Damit stehen Inhalte und
Materialien auch über die Pilotphase hinaus für weitere
Kindergartengruppen, Familienaktionen und Bildungseinrichtungen zur
Verfügung.

„Die Evaluierung zeigt, dass bereits Kinder im Alter von drei bis
sechs Jahren großes Interesse und ein grundlegendes Verständnis für
finanzielle und nachhaltige Zusammenhänge entwickeln. Das bestätigt
uns darin, diesen Weg konsequent weiterzugehen“, sagt Teschl-
Hofmeister.

„Wir freuen uns, dass wir mit der Spende der Mitmachstationen an
das Kinderbuchhaus Schneiderhäusl einen weiteren Beitrag zur
Förderung von Finanz- und Verbraucherinnen bzw. Verbraucherbildung in
NÖ leisten können“, betont Josef Meichenitsch.

„Mit dem Projekt wird verdeutlicht, dass gezielte Weiterbildung
und qualitativ hochwertige Materialien der Schlüssel sind, um
finanzielle Bildung und Verbraucherbildung frühzeitig, nachhaltig und
mit Begeisterung im pädagogischen Alltag zu verankern“, so die
Landesrätin abschließend.

Weitere Informationen: Büro LR Christiane Teschl-Hofmeister, Mag.
(FH) Dieter Kraus, Pressesprecher, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail
[email protected]