Mit Martin Traxl bei den Salzburger Festspielen: „kulturMONTAG Spezial aus Salzburg“ am 27. Juli

Wien (OTS) – Am Tag nach der feierlichen offiziellen Eröffnung der
106. Salzburger
Festspiele unter dem poetischen Leitmotiv „Von der Geburt der Zeit
und der Macht des Herzens“ steht das traditionelle „kulturMONTAG
Spezial aus Salzburg“ am 27. Juli 2026 um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf
ORF ON ganz im Zeichen des renommiertesten Klassikfestivals der Welt.
ORF-TV-Kulturchef Martin Traxl trifft u. a. Intendantin Karin
Bergmann, aber auch Festspielstars wie Kate Lindsey, Valery
Tscheplanowa oder Ulrich Rasche und gibt Einblick in die wichtigsten
Produktionen – von Georges Bizets „Carmen“ (live-zeitversetzt am 8.
August um 20.15 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON) mit Asmik Grigorian bis
zu Goethes „Faust“. Die Sendung wagt aber auch den Blick über den
Festspiel-Tellerrand und erkundet die Stadt abseits des
Festivalrummels.

Anschließend an die Sondersendung beleuchtet um 23.15 Uhr ein
Film von Cornelia Krafft die Kulturgeschichte der „Tableaux Vivants –
lebende Gemälde“ sowie die dahinterstehende Idee der Darstellung und
Nachstellung von Malerei und Plastik mit lebenden Personen.

Weitere Details zum „kulturMONTAG Spezial aus Salzburg“

Mit Hochspannung erwartet wird einer der bedeutendsten Klassiker
der Operngeschichte: Georges Bizets „Carmen“ mit Opernstar Asmik
Grigorian in der Titelpartie, die damit ihr Rollendebüt gibt. Am Pult
dieser Neuinszenierung von Regisseurin und Choreografin Gabriela
Carrizo – Teil des international gefeierten Kollektivs Peeping Tom –
ist Klassikrebell Teodor Currentzis, der das Utopia Orchestra und den
Utopia Choir leitet.

Einer der schauspielerischen Höhepunkte: „Faust“ in der
Interpretation von Ulrich Rasche, der bekannt ist für seine
Inszenierungen, in denen sich Schauspieler:innen und Sänger:innen auf
tonnenschweren, rotierenden Stahlelementen und Laufbändern bewegen.
„kulturMONTAG Spezial“ begibt sich mit dem deutschen Regisseur in den
Maschinenraum seiner Bühne auf der Halleiner Pernerinsel und lässt
außerdem seinen „Mephisto“ Valery Tscheplanova auf den „Teufel“ aus
dem „Jedermann“ Christoph Luser treffen – am Salzburger St.-Peter-
Friedhof.

Die Stars aus „Ariadne auf Naxos“ Christina Nilsson und Kate
Lindsey sprechen über ihre Beziehung zu Salzburg, die
Herausforderungen ihrer Rollen im Richard-Strauss-Klassiker und die
von Regisseur Ersan Mondtag gestalteten Kostüme.

Moderator Martin Traxl trifft Festspielintendantin Karin Bergmann
zum Gespräch und besucht das Archiv der Salzburger Festspiele, das
eines der umfangreichsten Theaterarchive Österreichs ist und Einblick
in mehr als 100 Jahre Festspielgeschichte gibt.

Doch Salzburg zeigt während der Festspiele auch in Sachen
Bildender Kunst auf: Museen und Galerien bieten ein dichtes Programm.
In der Galerie Ruzicka sind Werke des deutschen Shooting-Stars
Philipp Fürhofer zu sehen. Er ist auch Bühnenbildner und
Kostümdesigner, hat für die Salzburger Festspiele gearbeitet und ist
gerade in der Mailänder Scala im Einsatz.

Für die Salzburger Autorin Alexandra Karner ist das „schrecklich
schöne Salzburg“ im Sommer eine „Freiluftbühne für Hochkultur“. In
ihrem Buch „Wie man Salzburg überlebt“ liefert sie grantige, aber
liebevolle Stadtbetrachtungen.

Und: Musikerin Anna Buchegger, ebenfalls gebürtige Salzburgerin,
besucht mit dem „kulturMONTAG“ das Museum „Sound of Music Salzburg“,
das diesen September in Schloss Hellbrunn eröffnet wird.

Dokumentation „Tableaux Vivants – lebende Gemälde“ (23.15 Uhr)

Die TV-Dokumentation von Cornelia Krafft beleuchtet die
Kulturgeschichte der Darstellung und Nachstellung von Malerei und
Plastik mit lebenden Personen multiperspektivisch, abwechslungsreich
und investigativ. Diese lebend „eingefrorenen“, stillen Szenen sind
üblicherweise mit Kostüm, Make-up, Licht und Requisiten theatralisch
in Szene gesetzt und verbinden somit die Aspekte der darstellenden
wie bildenden Künste. Als Vorlage dienen Gemälde, Skulpturen und auch
Fotografien aus der gesamten Sakral- und Kunstgeschichte. Seit dem
18. Jahrhundert werden derartige lebende Bilder von Aristokratie,
Bourgeoisie, bei höfischen oder bürgerlichen Festen, Militärparaden,
Bühnen- und Gesellschaftstänzen inszeniert. Mit Tableaux Vivants
treten Personen in ein Gemälde und auf eine Bühne. Laien werden zum
Bestandteil eines Kunstwerks. Die Demokratisierung der Kunst findet
also endlich statt: Jede:r ist Künstler:in – jede:r kann Teil eines
Kunstwerkes sein – und jede:r kann Kunst besitzen!