Millionenprojekt für Menschen mit Behinderung in Lanzendorf

St. Pölten (OTS) – Die Caritas der Erzdiözese Wien modernisiert
derzeit das Wohnhaus
Haus Anna in Lanzendorf umfassend. Am Donnerstag machte sich
Niederösterreichs Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister bei
einem Baustellenbesuch ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten. Das
Gebäude, das Anfang der 1970er-Jahre errichtet wurde wird an die
heutigen Anforderungen des Wohnens für Menschen mit Behinderung
angepasst. Das generalsanierte Wohnhaus bietet künftig 26 Menschen
mit intellektueller und mehrfacher Behinderung ein modernes und
barrierefreies Zuhause. Perspektivisch soll der Standort entsprechend
der Altersstruktur der Bewohnerinnen und Bewohner schrittweise
weiterentwickelt werden und damit langfristig ein bedarfsgerechtes
Wohnangebot für ältere Menschen mit Behinderung schaffen.

„Menschen mit Behinderung sollen in Niederösterreich
selbstbestimmt, sicher und in Würde leben können – unabhängig von
ihrem Alter oder Unterstützungsbedarf. Mit der umfassenden
Generalsanierung des Hauses Anna wird ein modernes, barrierefreies
und zukunftsorientiertes Wohnangebot geschaffen, das den Bedürfnissen
der Bewohnerinnen und Bewohner gerecht wird. Die Förderung des Landes
Niederösterreich in Höhe von über 2,5 Millionen Euro ist eine
Investition in mehr Lebensqualität, Inklusion und Chancengleichheit.
Gleichzeitig zeigt dieses über fünf Millionen schwere Projekt, dass
soziale Verantwortung und nachhaltiges, klimafittes Bauen durch die
Weiterverwendung bestehender Bausubstanz erfolgreich miteinander
verbunden werden können“, so Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-
Hofmeister.

Caritasdirektor Klaus Schwertner: „Mit der Sanierung des Haus
Anna schaffen wir einen Ort, an dem Menschen mit Behinderung
selbstbestimmt leben und sich zuhause fühlen können. Moderne,
barrierefreie Wohnräume, Gemeinschaft und Rückzugsmöglichkeiten gehen
hier Hand in Hand und ermöglichen ein gutes Leben bis ins Alter.“
Schwertner bedankte sich bei der Begehung für die Unterstützung des
Landes Niederösterreich: „Zukunftsweisende Projekte wie dieses sind
nur gemeinsam möglich. Die Förderung des Landes ist ein starkes
Zeichen für Inklusion und die Unterstützung von Menschen mit
Behinderung.“

Nach Abschluss der Bauarbeiten wird die derzeit im Haus Franziska
untergebrachte Wohngruppe in das neue Haus übersiedeln. Das Haus
umfasst künftig Wohngruppen für jeweils fünf bis sechs Personen mit
Einzelzimmern, gemeinschaftliche Wohn- und Essbereiche und
Dienstzimmer. Zusätzlich entstehen vier Wohneinheiten für jeweils
zwei Personen. Im Dachgeschoss werden ein Multifunktionsraum, ein
Bewegungsraum, Büroräume sowie eine Garçonnière untergebracht. Auch
die Außenbereiche werden aufgewertet: Neue Balkone und Terrassen
schaffen zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten und für allen
Bewohnerinnen und Bewohner einen direkten Zugang ins Freie. Eine neue
Fluchtstiege erhöht zudem die Sicherheit im Gebäude.

Mit der Weiterverwendung der bestehenden Bausubstanz setzt die
Caritas bewusst ein Zeichen für Nachhaltigkeit und
Ressourcenschonung. Besonderes Augenmerk liegt auf Nachhaltigkeit und
Energieeffizienz. Die Beheizung erfolgt über die Nahwärmeversorgung
des Caritas-Areals, ergänzt durch eine große Photovoltaikanlage auf
dem Dach. Maßnahmen zur Temperierung der Innenräume tragen darüber
hinaus dazu bei, sommerlicher Überhitzung entgegenzuwirken. Dafür
erhält das Projekt Fördermittel von der Europäischen Union im Rahmen
von „NextGenerationEU“ – klimafitte Gebäude für Schutzbedürftige. Für
die Ausstattung des Hauses werden barrierefreie Küchen sowie
spezielle Pflegebadewannen benötigt. Um diese wichtige Infrastruktur
finanzieren zu können, erhielt die Caritas Unterstützung durch die
Aktion „Licht ins Dunkel“.

Weitere Informationen: Büro LR Teschl-Hofmeister, Pressesprecher
Mag. (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, E-Mail dieter.kraus
@noel.gv.at