IV begrüßt Abschluss der Verhandlungen von EU-Freihandelsabkommen mit Australien

Wien (OTS) – „Europa darf im globalen Wettbewerb nicht ins
Hintertreffen geraten.
Gerade in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld sind starke
Partnerschaften mit gleichgesinnten Ländern entscheidend. Ein
Abkommen mit Australien ist ein wichtiges Signal für offenen,
regelbasierten Handel“, kommentiert IV-Generalsekretär Christoph
Neumayer den politischen Abschluss der Verhandlungen zwischen der EU
und Australien.

Die Industriellenvereinigung (IV) sieht darin ein wichtiges
Signal zur Diversifizierung der Handelspartner und zur Stärkung der
wirtschaftlichen Resilienz Europas. Das Abkommen würde Zölle auf 99
Prozent der EU-Exporte abbauen, Marktzugänge verbessern und neue
Chancen für die exportorientierte Industrie schaffen. Zudem würde der
Zugang zu kritischen Rohstoffen erleichtert – Australien gehört zu
den wichtigsten Rohstofflieferanten weltweit und ist etwa größter
Produzent von Lithium. 2025 exportierte die EU Waren im Wert von rund
37 Milliarden Euro nach Australien. EU-Exporte nach Australien
könnten in den nächsten zehn Jahren um rund ein Drittel steigen,
Unternehmen würden sich über eine Milliarde Euro an Zöllen pro Jahr
ersparen.

Auch für Österreich bietet Australien erhebliches Potenzial: 2025
exportierten heimische Unternehmen Waren im Wert von rund 886
Millionen Euro, insbesondere Maschinen, Fahrzeuge und
elektrotechnische Produkte zählen zu den wichtigsten Exportgütern.
„Australien ist ein wirtschaftlich stabiler und innovationsstarker
Partner. Ein Abkommen würde unseren Unternehmen den Markteintritt
erleichtern und gerade in technologieintensiven Bereichen zusätzliche
Wachstumschancen eröffnen“, so Neumayer.