HV Consumer Check | So kauft Österreich zum Schulbeginn: Ausgabenbereitschaft steigt deutlich. Papier- & Buchhandel bleiben erste Wahl.

Wien (OTS) – Hefte, Stifte, neue Schuhe, Schultasche oder Laptop: Der
Schulbeginn
ist für viele Familien nicht nur ein wichtiger Termin im Kalender,
sondern auch ein bedeutender Einkaufsanlass. Laut aktuellem Consumer
Check „So kauft Österreich“ von Reppublika Research & Analytics im
Auftrag des Handelsverbands planen heuer 45 % der Österreicher:innen,
anlässlich des Schulbeginns etwas zu kaufen oder zu verschenken. Im
Vorjahr waren es 49 %.

Besonders deutlich steigt die Ausgabenbereitschaft jener, die zum
Schulbeginn materielle Produkte kaufen oder verschenken: Für Einkäufe
in stationären Geschäften sind heuer im Schnitt 105 Euro vorgesehen,
im Vorjahr waren es 80 Euro. Für Online-Einkäufe planen die Befragten
durchschnittlich 76 Euro, nach 46 Euro im Vorjahr.

„ Die Inflation hat sich eingebremst, damit steigt heuer die
Ausgabenbereitschaft der Österreicherinnen und Österreicher kräftig
auf 181 Euro pro Kopf. Nicht nur Eltern, sondern auch andere
Verwandte oder Freunde nehmen den Schulbeginn zum Anlass für
Geschenke. Der Einzelhandel erhofft sich heuer deshalb einen
Mehrumsatz von 350 Mio. Euro “, sagt Rainer Will , Geschäftsführer
des freiwilligen, überparteilichen und unabhängigen Handelsverbands.

Große Bundesländer-Unterschiede

Überraschend deutlich sind die Unterschiede bei den geplanten
Ausgaben zwischen den unterschiedlichen Regionen Österreichs.

Salzburg/Oberösterreich : 210 Euro

Niederösterreich/Burgenland : 191 Euro

Kärnten/Steiermark : 172 Euro

Vorarlberg/Tirol : 161 Euro

Wien : 161 Euro

Zwtl.: Schulstart ist weit mehr als Hefte und Stifte

Ganz oben auf der Einkaufsliste stehen klassische Schulartikel
wie Schreibwaren. Gleichzeitig zeigt sich, wie breit der Schulstart
inzwischen als Einkaufsanlass wirkt – von Kleidung und Sportartikeln
bis hin zu Elektronik.

Zwtl.: Die Top 10 der Einkäufe und Geschenke zum Schulbeginn 2026:

1.

Schreibwaren (Stifte, Füllfedern etc.): 41 %

2.

Kleidung & Schuhe : 35 %

3.

Hefte, Blöcke & Notizbücher : 33 %

4.

Zeichen- & Bastelbedarf : 31 %

5.

Geldgeschenke : 30 %

6.

Süßigkeiten : 30 %

7.

Schultaschen & Rucksäcke : 27 %

8.

Sportbekleidung & Sportschuhe : 26 %

9.

Bücher : 24 %

10.

Elektronik (Laptop, Tablet, Taschenrechner etc.): 15 %

Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich zugleich, dass einige
Produktgruppen an Bedeutung gewinnen. Besonders deutlich gilt das für
Kleidung und Schuhe (von 30 auf 35 %), Sportbekleidung und
Sportschuhe (von 21 auf 26 %) sowie Elektronik wie Laptops, Tablets
oder Taschenrechner (von 10 auf 15 %).

Zwtl.: idealo-Analyse: Schultaschen zum zweiten Mal in Folge
günstiger

Dass die höhere Ausgabenbereitschaft nicht mit gestiegenen
Preisen gleichzusetzen ist, zeigt eine aktuelle Analyse des HV-
Partners idealo.at . Demnach kosten Schultaschen auf der
Preisvergleichsplattform heuer im Schnitt 131,38 Euro und damit um
5,5 % weniger als im Vorjahr . Bereits 2025 waren die Preise deutlich
zurückgegangen – damit sind Schultaschen das zweite Jahr in Folge
günstiger.

Auch bei zwei weiteren untersuchten Schulstart-Klassikern zeigt
sich weitgehende Preisstabilität: Schreibsets kosten durchschnittlich
um 0,9 % weniger als im Vorjahr. Lerncomputer liegen hingegen um 1,4
% über dem Vorjahresniveau, bewegen sich damit laut idealo aber im
Rahmen der üblichen Schwankungen.

„ Heuer kaufen weniger Menschen zum Schulstart ein, wollen dafür
aber mehr ausgeben. Umso wichtiger ist der Preisvergleich. Bei
Schultaschen zeigt sich: Wer vergleicht, zahlt heuer im Schnitt rund
5 Prozent weniger als im Vorjahr “, sagt Nike Herzog-Osikominu ,
Country Managerin von idealo.at. „ Nicht bei jedem Produkt lohnt
dasselbe Timing. Lerncomputer werden im Laufe der Saison eher teurer,
hier zahlt sich früher Einkauf aus. Bei Schreibsets bleiben die
Preise stabil, da kann man in Ruhe vergleichen “, so Herzog-
Osikominu.

Zwtl.: Stationärer Fachhandel bleibt erste Adresse

Beim Einkauf rund um den Schulbeginn bleibt der stationäre Handel
stark. 65 % der Käufer:innen besorgen Waren im Papier-, Schreibwaren-
oder Buchhandel . Dahinter folgen ausländische Online-Shops mit 32 %,
Discounter mit 28 % und Supermärkte mit 27 %. 25 % kaufen in
österreichischen Online-Shops , jeweils rund 21 % im Spielwaren- bzw.
im Sportfachhandel .

Gleichzeitig gewinnt der Onlinehandel gegenüber dem Vorjahr an
Bedeutung. Österreichische Online-Shops steigen von 18 auf 25 %,
Online-Marktplätze von 9 auf 16 %. Auch Sportgeschäfte (17 auf 21 %),
Modegeschäfte (15 auf 19 %) und der Elektrofachhandel (10 auf 15 %)
werden häufiger als Einkaufsorte genannt.

„ Der Schulbeginn zeigt, wie selbstverständlich die Kundinnen und
Kunden heute unterschiedliche Einkaufskanäle kombinieren. Das
Fachgeschäft vor Ort bleibt die erste Adresse, gleichzeitig wird
online stärker eingekauft. Für heimische Händler ist deshalb
entscheidend, ihre Kundschaft dort abzuholen, wo diese einkaufen
wollen – stationär genauso wie digital “, erklärt Handelssprecher
Rainer Will abschließend.

Zwtl.: Über den HV Consumer Check

Der aktuelle HV Consumer Check wurde von Reppublika Research &
Analytics im Auftrag des Handelsverbandes durchgeführt. Es wurden
1.039 Personen ab 18 Jahren mittels Computer Assisted Web Interviews
(CAWI) befragt, wobei die Stichprobe repräsentativ für die
österreichische Bevölkerung ist. Der Befragungszeitraum war vom 31.
Juli bis 5. August 2026. Für die idealo-Auswertung wurden die
durchschnittlichen Angebotspreise auf idealo.at im Zeitraum 29. Juni
bis 9. August 2026 mit dem identischen Vorjahreszeitraum verglichen.

Die vollständige Aussendung samt frei verwendbarer Fotos finden
Sie auf der HV-Website .