Höhere Treibstoffpreise lassen Energiepreisindex im Juli steigen

Wien (OTS) – Die Energiepreise stiegen im Juli gegenüber Juni um 1,1
%. Im
Jahresvergleich lagen sie um 5,7 % über dem Niveau von Juli 2025.
Damit fiel der Anstieg der Energiepreise weiter stärker aus als jener
der allgemeinen Teuerungsrate. Energiepreise bleiben also weiterhin
ein relevanter Preistreiber. Die Entwicklung der einzelnen
Energiepreise verlief im Juli unterschiedlich. Während die Preise für
Strom und Gas gegenüber Juni zurückgingen, verteuerten sich Heizöl,
Holzpellets, Brennholz sowie die beiden Treibstoffe Diesel und
Superbenzin.

„Europas Energiemärkte geraten derzeit aus zwei Richtungen unter
Druck. Einerseits führen die anhaltenden Spannungen zwischen den USA
und dem Iran um die Straße von Hormus zu Unsicherheit auf den
internationalen Öl- und Gasmärkten und erhöhen die Kosten.
Andererseits stellt der Klimawandel die europäische Energieversorgung
vor neue Herausforderungen. Hitze, Trockenheit und niedrige
Wasserstände beeinträchtigen aktuell die Stromerzeugung aus Wasser-
und Kernkraft, während gleichzeitig der Strombedarf für Kühlung
steigt, was einen höheren Bedarf an fossiler Stromerzeugung zur Folge
hat“, sagt Lukas Zwieb, Energieexperte der Österreichischen
Energieagentur.

Diese Entwicklungen tragen dazu bei, dass die europäischen
Gasspeicher langsamer befüllt wurden als in den Vorjahren. „Die
Terminmärkte rechnen deshalb weiterhin mit erhöhten Strom- und
Gaspreisen. Da die Endkundenmärkte den Großhandelsmärkten
üblicherweise zeitverzögert folgen und die Hochpreisphase nun bereits
sechs Monate anhält, ist insbesondere bei Erdgas in den kommenden
Monaten mit Preissteigerungen im Endkundenbereich zu rechnen“, so
Zwieb.

Hier finden Sie Grafiken mit der Entwicklung der
Endkund:innenpreise für Haushaltsenergie.

Der gesamte Pressetext mit Details zu den verschiedenen
Energieträgern sowie alle weiteren Informationen zur Methodik und zum
Haftungsausschluss befinden sich ebenfalls hier .