Wien (OTS) – Bei sommerlich-heißen Temperaturen zieht es viele
Wienerinnen und
Wiener an die Badegewässer der Stadt. Ob die Wasserqualität stimmt,
wird regelmäßig von der Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsstelle
der Stadt Wien untersucht.
Ob Alte Donau, Donauinsel oder kleinere Wiener Naturbadeplätze:
die ausgezeichnete Badewassserqualität wird konstant überprüft. Eine
zentrale Rolle spielt dabei die Prüf-, Inspektions- und
Zertifizierungsstelle der Stadt Wien (MA 39), die im Auftrag der für
die Badestellen zuständigen Abteilungen Untersuchungen und Messungen
durchführt (Wiener Gewässer, Wiener Bäder und Forst- und
Landwirtschaftsbetrieb).
„Dank dieser regelmäßigen und hochprofessionellen Kontrollen und
der engen Zusammenarbeit aller Abteilungen können sich die
Wienerinnen und Wiener auf die ausgezeichnete Badewasserqualität an
ihrem Lieblingsbadeplatz verlassen. Auch das gehört zur
Lebensqualität in unserer Stadt“, so Wohnbaustadträtin Elke Hanel-
Torsch.
Überprüfung am Wasser und im Labor
17 Wiener Badestellen – neun befinden sich an der Neuen Donau,
sieben an der Alten Donau und eine am Mühlwasser – sind bei der
Europäischen Union als „EU-Badegewässer“ gemeldet, diese werden
während der Badesaison alle zwei Wochen von der MA 39 untersucht.
Auch der Asperner See sowie die Stellen Arena Beach und
Familienbadestrand an der Neuen Donau werden 14-tägig untersucht.
Kleinere Naturbadeplätze, wie die Dechantlacke, der Teich
Hirschstetten oder der Donau-Oder-Kanal werden zumindest drei Mal pro
Badesaison überprüft.
Im Rahmen dieser Badewasserüberwachung werden Wasserproben entnommen
und auf unterschiedlichste Qualitätsparameter geprüft. Direkt vor Ort
werden physikalische und chemische Parameter untersucht, darunter
Wassertemperatur, Sichttiefe und Sauerstoffgehalt. Anschließend
kommen die Proben ins Labor der MA39 in der Rinnböckstraße zur
mikrobiologischen Untersuchung auf die Bakterien Escherichia coli (
Kolibakterium) und intestinale Enterokokken, die Hinweise auf
mögliche Verunreinigungen geben können.
„Die Kontrollen gewährleisten, dass die Badegewässer den gesetzlichen
Anforderungen entsprechen – und die Wienerinnen und Wiener ihre
Freizeit an Wiens Gewässern sicher genießen können“, so Dieter
Werner, Dienststellenleiter der Prüf-, Inspektions- und
Zertifizierungsstelle.
Aktuelle Messwerte jederzeit abrufbar
Wer sich vor dem Badeausflug selbst einen Überblick verschaffen
möchte: Die aktuellen Werte der Wasserqualität sind auf der Website
der Stadt Wien veröffentlicht und auch im Online-Stadtplan mit
eigenen Icons eingezeichnet: Grüne Symbole im Stadtplan kennzeichnen
Badegewässer mit ausgezeichneter bzw. guter Wasserqualität. Sollten
Grenzwerte einmal bestätigt überschritten sein, würde dies durch ein
rotes Symbol und ein vorübergehendes Badeverbot kenntlich gemacht
werden.
Trinkwasser bis Küchenhygiene: Die MA 39 misst Lebensqualität
Die Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsstelle der Stadt Wien
existiert seit 1879 und ist Österreichs älteste Prüfstelle. Mit
vielfältigen Aufgaben erfüllt sie wertvolle Grundlagenarbeit für
Sicherheit und Gesundheit der Wiener*innen – etwa im Bauwesen bei
Brand- und Lärmschutz sowie Energieeffizienz oder bei der
Qualitätsprüfung von Beton und Dämmstoffen; im Fachbereich Hygiene
und Strahlenschutz für die Überwachung der Güte des Wiener
Trinkwassers, wie bei den Kontrollen der Krankenhaus- und
Küchenhygiene. Für diese Aufgaben stehen im 11. Bezirk in der der
Rinnböckstraße modernste und exzellent ausgerüstete Labors und
Einrichtungen – wie ein eigenes Strahlenschutzlabor und eine
Brandversuchshalle – bereit.
Weiterführende Informationen
wien.gv.at/umwelt/badewasserqualitaet
wien.gv.at/verwaltung/laboratorien