Wien (OTS) – Als absolut untolerierbar bezeichnen die Grünen Wien die
Vorwürfe
gegen Andreas Kutheil, den Leiter des Wiener Marktamts (MA 59) und
seinen Stellvertreter. Beschäftigte berichten im aktuellen Falter von
einem Klima der Angst, von Sexismus, Rassismus und Mobbing – und das
offensichtlich schon seit vielen Jahren.
„Diese Vorwürfe sind erschreckend und müssen ernst genommen und
zweifelsfrei aufgeklärt werden. Eine interne Revision, wie sie die
SPÖ so gerne macht, reicht hier nicht aus, um das verloren gegangene
Vertrauen wieder herzustellen. Es braucht eine unabhängige
Untersuchung der Vorgänge in der betroffenen Abteilung. Ein solches
Führungsverhalten erschüttert das Vertrauen in die Stadtverwaltung”,
so der Klubobmann der Grünen Wien, Georg Prack. Prack nimmt auch die
zuständigen Stadträtinnen in Veranwortung. Denn neben der seit 2025
zuständigen Stadträtin Emmerling ist es vor allem Stadträtin Ulli
Sima, unter der Kutheil seine Karriere machte. „Kutheil durfte unter
Sima einen Karriereschritt nach dem anderen machen – obwohl die
Mitarbeiter:innen offensichtlich schon seit langem über das toxische
Arbeitsklima berichtet haben. Es wird zu klären sein, in welchem
Ausmaß die verantwortlichen Stadträtinnen über die Vorwürfe
informiert waren und warum sie gegebenenfalls nicht gehandelt haben.”
„Die betroffenen Mitarbeiter:innen dürfen jetzt nicht mit dem
mutmaßlich erlebten diskriminierenden Verhalten allein gelassen
werden. Toxisches Führungsverhalten bleibt nicht ohne Folgen für die
Betroffenen, die diesem oft jahrelang schutzlos ausgesetzt sind. Die
Stadt muss potenziell betroffene Mitarbeiter:innen umgehend schützen
und sie dabei unterstützen, mit Erlebten umzugehen und klare
Konsequenzen für Fehlverhalten setzen”, so Prack.