Wien (OTS) – Die „Identitäre Bewegung Österreich“ mobilisiert
jährlich zu einem
internationalen Aufmarsch mitten durch die Wiener Innenstadt. Laut
Medienberichten soll der Aufmarsch heuer offenbar abgesagt werden,
doch es ist davon auszugehen, dass es in Margareten trotzdem zu einer
Versammlung Rechtsextremer kommen wird. Wie schon in den vergangenen
Jahren nutzen die Rechtsextremen ihr Kellerlokal in der
Ramperstorffergasse im 5. Bezirk für Vernetzung, Kampfsportübungen
und um ihre hasserfüllte Ideologie zu zelebrieren. Dagegen formiert
sich breiter Widerstand: Gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen
Initiativen, Parteien und Organisationen initiieren die Grünen
Margareten eine überparteiliche Kundgebung mit Straßenfest für ein
demokratisches, solidarisches und weltoffenes Wien – am Freitag, 24.
Juli, direkt vor dem Kellerlokal der Identitären.
„Wir werden den Hetzern nicht schweigend zusehen. In unmittelbarer
Nähe zum Kellerlokal befindet sich das QWien – Österreichs erstes
queeres Archiv und Museum. Da die LGBTIQ+ Community seit jeher
Feindbild der extremen Rechten ist und Anfeindungen sowie Drohungen
ausgesetzt ist, stellen wir uns selbstverständlich solidarisch Seite
an Seite mit dem QWien und allen von Hass Betroffenen. Wir stehen für
Demokratie, Solidarität und Weltoffenheit. Die Kundgebung am Freitag
ist ein Zeichen genau dafür“, sagt Peter Kraus, Parteivorsitzender
der Wiener Grünen.
„Wir sind in Margareten stolz und glücklich, das QWien so zentral und
sichtbar bei uns zuhause zu wissen. Margareten ist vielfältig und
bunt gemischt. Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und
Frauenhass müssen widersprochen werden: Die Nachbarschaft gehört den
Margaretner:innen, und sie sollen sich hier wohlfühlen. Es kann nicht
sein, dass die Nachbarschaft von rechten Hetzern eingeschüchtert
wird. Deshalb feiern wir die Vielfalt, wir zeigen, dass wir mehr
sind“, sagt der grüne Margaretner Bezirksvorsteher Michael
Luxenberger.
„Anrainer:innen beschweren sich bereits seit Jahren über das
Kellerlokal in der Ramperstorffergasse, und es ist schlichtweg
unerträglich, dass Menschen einen Bogen um diesen Ort machen müssen,
weil sie sich fürchten. Die ‚Identitären‘ wollen mit ihrem Hass den
öffentlichen Raum für sich beanspruchen – das lassen wir nicht zu.
Wir holen uns den Raum zurück, direkt in der Ramperstorffergasse, mit
Musik, Programm und einem klaren Bekenntnis: Margareten hält zusammen
gegen Rechtsextremismus“, sagt Lena Nanut, Organisatorin von „Wien
hält zusammen“ und Bezirksrätin der Grünen Margareten.
„Als Bezirksvorsteher freut es mich besonders, dass wir diese
wichtige Kundgebung gemeinsam mit so vielen Beteiligten in Margareten
abhalten: LINKS, das QWien sowie NEOS, KPÖ und SPÖ Margareten sind
dabei. Das ist ein schönes Zeichen für ein gemeinsames Wien und gegen
rechte Hetze im Bezirk“, so Luxenberger.
Die überparteiliche Kundgebung „Wien hält zusammen“ findet am
Freitag, 24. Juli, ab 16:00 Uhr in der Siebenbrunnengasse 26–31
statt, mit Live-Band, Dragshow, Kinderprogramm, Getränken, Essen und
politischen Redebeiträgen aller beteiligten Organisationen.