Gründonnerstag: Auch grün ist bunt!

Wien (OTS) – Die Lebensmittelvielfalt spiegelt das gesamte
Farbspektrum wider und
reicht von kräftigem Rot über leuchtendes Gelb bis hin zu tiefem
Violett. Grün nimmt dabei eine besondere Rolle ein: Ob Früchte,
Blätter oder ganze Pflanzen – diese Lebensmittel-Farbgruppe ist
besonders breit gefächert. Gerade am Gründonnerstag rückt sie in Form
von Spinat traditionell in den Fokus. Doch die grüne Vielfalt reicht
weit darüber hinaus und eröffnet eine große Bandbreite an
geschmacklichen, sensorischen und ernährungsphysiologischen
Möglichkeiten, die man bewusst nutzen kann. „Es lohnt sich, das
gesamte grüne Spektrum auszuschöpfen. Saisonal betrachtet bietet der
Frühling eine besonders große Auswahl an frischen grünen
Lebensmitteln. Sie bringen aromatische Frische, spannende Akzente und
zusätzliche Mikronährstoffe in die Küche“, erklärt Marlies Gruber,
Geschäftsführerin des forum. ernährung heute (f.eh).

Die Farbe Grün ist die Grundlage dafür, dass überhaupt
Lebensmittel auf unseren Tellern landen. Denn ohne den grünen
Pflanzenfarbstoff Chlorophyll wäre keine Photosynthese möglich, also
der Prozess, bei dem Pflanzen mithilfe von Sonnenlicht aus
Kohlendioxid und Wasser Traubenzucker (Glukose) bilden. Diese
Kohlenhydrate sind die Basis für das Wachstum der Pflanzen und damit
indirekt auch für die Ernährung von Mensch und Tier.

Bunte grüne Nährstoffvielfalt

Neben dem traditionellen Gründonnerstags-Spinat zählen zahlreiche
weitere Lebensmittel zur „grünen Familie“. Dazu gehören etwa
Brokkoli, Grünkohl und Mangold ebenso wie Zucchini, Gurken oder grüne
Paprika. Auch Hülsenfrüchte wie Erbsen, Mungobohnen oder Fisolen
leisten durch pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe einen wertvollen
Beitrag zur Nährstoffversorgung. Ergänzt wird diese Vielfalt durch
frische Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Basilikum oder den
gesellschaftsspaltenden Koriander.

Einige Salate wie Rucola und Vogerlsalat sowie Spargel haben
gerade Saison und bringen neben Kürbiskernen, Sprossen und
Microgreens wie Kresse unterschiedliche Texturen und Aromen auf den
Teller. Das gilt auch für das Grün von Karotten, Rüben und
Radieschen, die in Suppen und Smoothies für Abwechslung sorgen
können.

„Die Farbe Grün steht sinnbildlich für Nährstoffreichtum. Gerade
bei Gemüse, Kräutern und Hülsenfrüchten lohnt es sich, über den
gewohnten Tellerrand hinauszublicken und unterschiedliche Sorten
regelmäßig in den Speiseplan zu integrieren. Entscheidend ist nicht
ein einzelnes Lebensmittel, sondern die Vielfalt, die insgesamt zu
einer bedarfsgerechten Versorgung beiträgt“, betont Marlies Gruber.
„Die Empfehlung, ‚bunt – also abwechslungsreich – zu essen‘, gilt
demnach auch innerhalb einzelner Farbgruppen.“

Wer unterschiedliche grüne Lebensmittel kombiniert, erhöht
automatisch die Bandbreite an aufgenommenen Nährstoffen. Besonders
hervorzuheben sind etwa Folsäure, Vitamin K, Vitamin C, Kalzium sowie
Ballaststoffe. Darüber hinaus enthalten grüne Pflanzen eine Vielzahl
sogenannter bioaktiver Substanzen wie Carotinoide, Flavonoide oder
Glucosinolate, die mit gesundheitsförderlichen Effekten in Verbindung
gebracht werden.

Impulse für den Gründonnerstag und darüber hinaus

Gründonnerstag bietet einen guten Anlass, die Vielfalt grüner
Lebensmittel bewusst zu entdecken. Neben klassischen Spinatgerichten
können etwa Kombinationen aus verschiedenen Blattgemüsen, Kräutern,
Hülsenfrüchten oder auch grünen Gemüsesorten neue geschmackliche
Perspektiven eröffnen. „Entscheidend ist dabei ein pragmatischer
Zugang: saisonale und verfügbare Produkte nutzen, unterschiedliche
Zubereitungsarten ausprobieren und die eigene Lebensmittelauswahl
erweitern. So wird aus einer Tradition ein nachhaltiger Impuls für
mehr Vielfalt im Alltag“, unterstreicht Marlies Gruber.