St. Pölten/Wien (OTS) – Die Freiheitliche Wirtschaft Niederösterreich
begrüßt die Annahme
ihres Antrags „Bauen wieder leistbar machen – Verfahren
beschleunigen, Auflagen reduzieren, Investitionen ermöglichen“ im
Wirtschaftsparlament der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Damit
wurde ein klares Signal für die heimische Bauwirtschaft,
Bauprojektentwickler, Handwerksbetriebe und alle gesetzt, die
dringend benötigten Wohnraum schaffen wollen.
Die Bauwirtschaft steht seit Jahren unter massivem Druck.
Explodierende Baukosten, lange Genehmigungsverfahren, immer neue
Auflagen und eine zunehmende Regulierungsdichte bremsen
Investitionen, verteuern Projekte und verhindern leistbaren Wohnraum.
Besonders die unterschiedlichen Bauvorschriften und Auslegungen in
den Bundesländern führen zu Rechtsunsicherheit, höheren
Planungskosten und unnötigen Verzögerungen.
Positiv hervorzuheben ist, dass in Niederösterreich unter
freiheitlicher Regierungsbeteiligung bereits erste wichtige Schritte
zur Vereinfachung der Bauordnung gesetzt wurden. Mit dem NÖ
Sanierungsvereinfachungsgesetz wurden Erleichterungen für
Sanierungen, Adaptierungen und Bestandsimmobilien auf den Weg
gebracht. Das ist ein richtiger Schritt, um Investitionen zu
ermöglichen und die Bauwirtschaft wieder in Bewegung zu bringen.
Gleichzeitig ist klar: Dieser Weg muss konsequent fortgesetzt
werden. Der angenommene FW-Antrag fordert unter anderem eine
Vereinfachung und bessere Abstimmung des Baurechts, die kritische
Überprüfung kostentreibender OIB-Richtlinien, den Abbau von Gold
Plating, schnellere Genehmigungsverfahren, mehr Serviceorientierung
der Behörden sowie die Prüfung eines vereinfachten Bauverfahrens nach
dem Vorbild des Wiener § 70a.
Ziel ist es, Bauprojekte wieder schneller umsetzbar zu machen,
Investitionen zu erleichtern, Wohnraum zu schaffen und die heimische
Bau- und Handwerkswirtschaft nachhaltig zu stärken. Denn leistbares
Wohnen entsteht nicht durch immer neue Vorschriften, sondern durch
Rahmenbedingungen, die Bauen wieder möglich machen.
„Wer leistbares Wohnen und eine starke Bauwirtschaft will, muss
den Mut haben, überbordende Vorschriften zurückzunehmen und Verfahren
deutlich zu beschleunigen. Die Annahme unseres Antrags ist ein
wichtiger Erfolg für die gesamte Branche. Jetzt gilt es, die
vorgeschlagenen Maßnahmen rasch umzusetzen und den Reformweg
konsequent fortzusetzen. Bauen muss wieder einfacher, schneller und
vor allem leistbarer werden“, so FW-Bundesfachrat für Bauwesen
Christoph Hofbauer abschließend.