Wien (OTS) – Mit scharfer Kritik reagierte der freiheitliche
Europaabgeordnete
Georg Mayer auf die Pläne der EU-Kommission, russische Gasimporte
endgültig aus Europa zu verdrängen. Anlass sind auch die jüngsten
Aussagen des slowakischen Premierministers Robert Fico, der davor
warnte, Europa werde künftig russische Energie über Umwege zu
deutlich höheren Preisen aus den USA zurückkaufen.
„Was hier geschieht, ist ein energiepolitischer Wahnsinn
historischen Ausmaßes. Die EU-Kommission zerstört bewusst die
Wettbewerbsfähigkeit Europas, belastet Bürger und Unternehmen massiv
und macht unseren Kontinent gleichzeitig noch abhängiger von externen
Akteuren“, erklärte Mayer.
Besonders absurd sei laut Mayer, dass russisches Gas künftig über
Drittstaaten oder amerikanische Händler zu deutlich höheren Preisen
wieder nach Europa gelangen könnte. „Wenn Russland Energie zu
normalen Preisen an die USA verkauft und diese dieselbe Energie mit
massiven Aufschlägen an Europa weiterreichen, dann stellt sich
tatsächlich die Frage: Hält die EU-Kommission die europäischen Bürger
für völlig naiv?“, so Mayer.
Für Mayer gibt es dabei nur zwei mögliche Erklärungen: „Entweder
ist dieses Vorgehen offen kriminell, weil wissentlich gegen die
wirtschaftlichen Interessen Europas gehandelt wird – oder, was fast
noch schlimmer wäre: Die Verantwortlichen in Brüssel sind schlicht
unfähig, die Folgen ihrer eigenen Politik zu begreifen.“
Die Leidtragenden seien einmal mehr Europas Industrie,
Arbeitnehmer und Familien. „Während in den USA Energie günstig bleibt
und die Industrie floriert, treibt Brüssel unsere Betriebe mit
ideologischer Sanktions- und Klimapolitik in den Ruin. Das ist keine
strategische Autonomie, das ist organisierte Selbstschädigung.“
Mayer forderte daher ein sofortiges Umdenken in der europäischen
Energiepolitik: „Europa braucht Versorgungssicherheit, leistbare
Energie und wirtschaftliche Vernunft statt ideologischer Scheuklappen
und geopolitischer Selbstzerstörung.“