Wien (OTS) – „Die jüngsten Schilderungen aus unseren Schulen sind ein
politischer
Offenbarungseid. Während Bürgermeister Ludwig und Bildungsstadträtin
Emmerling seit Jahren von gelungener Integration und buntem
Miteinander sprechen, berichten Lehrer von Gewalt, Einschüchterung,
religiösem Druck und islamistischen Weltbildern. Wer das noch immer
als Einzelfälle abtut, hat den Kontakt zur Realität verloren“,
erklärt FPÖ-Bildungssprecher und Klubobmann Maximilian Krauss.
Besonders erschütternd seien Berichte über Mädchen, die aus Angst
vor Repressalien ihre Kleidung verändern, sich zurückziehen oder
unter Druck gesetzt werden. „Das ist nicht Integration, sondern das
Gegenteil. In Österreich entscheidet jedes Mädchen selbst, was es
anzieht, wohin es geht und wie es lebt. Diese Freiheit ist nicht
verhandelbar.“
Auch Burschen, die Mädchen bedrängen oder traditionelle
Rollenbilder mit Gewalt durchsetzen wollen, seien ein Alarmsignal.
„Unsere Schulen sind keine rechtsfreien Räume und schon gar keine
Orte, an denen Parallelgesellschaften ihre eigenen Regeln schaffen
können.“
Besonders wütend zeigt sich Krauss über Lehrer, die sich vor
Repressalien und Gewalt fürchten. „Es ist untragbar, wenn Pädagogen
Angst haben müssen, ihren Beruf auszuüben. Wir haben bereits heute
einen gravierenden Lehrermangel. Wenn Lehrer keinen Rückhalt und
Schutz erfahren, werden noch mehr den Beruf verlassen.“
Die politische Verantwortung sieht Krauss vor allem bei der
Wiener Stadtregierung: „Bürgermeister Michael Ludwig und
Bildungsstadträtin Bettina Emmerling haben die Wiener Kinder und
Lehrer im Stich gelassen. Wer jahrelang wegschaut und solche Zustände
zulässt, kann nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Ich fordere
daher den Rücktritt von Ludwig und Emmerling.“
Auch Integrationsministerin Claudia Bauer müsse nach dem Runden
Tisch konkrete Konsequenzen ziehen. „Der Runde Tisch darf kein
weiteres Gesprächsformat ohne Folgen bleiben. Es braucht konkrete
Maßnahmen, konsequente Sanktionen und echten Schutz für unsere Lehrer
und Schüler.“
„Integration bedeutet, unsere Gesetze, Grundwerte und die
Gleichberechtigung von Mann und Frau zu respektieren. Unsere Schulen
gehören den Kindern und Lehrern – nicht religiösen Fanatikern oder
selbsternannten Sittenwächtern. Die Zeit des Wegschauens muss vorbei
sein“, schließt Krauss.