Wien (OTS) – Als den „Gipfel der Scheinheiligkeit“ bezeichnete heute
der
freiheitliche Nationalratsabgeordnete Alois Kainz die plötzliche
mediale Empörung des ÖVP-Landwirtschaftssprechers und Bauernbund-
Präsidenten Georg Strasser über die Einfuhr von minderwertigem
Schweinefleisch. Es sei an Absurdität nicht mehr zu überbieten, dass
ausgerechnet jene Partei nun Krokodilstränen über die Folgen der
Billigimporte weine, die erst vor kurzem im Nationalrat freiheitliche
Anträge für eine lückenlose Herkunftskennzeichnung und ein
Importverbot für Waren, die nicht den heimischen Qualitätsstandards
entsprechen, abgelehnt und schöngeredet habe. „Die ÖVP-
Bauernbundfunktionäre sind die Totengräber unserer heimischen
Landwirtschaft. Zuerst reißen sie die Tore für Ramschimporte
sperrangelweit auf, lehnen unsere Schutzanträge ab und dann stellen
sie sich hin und jammern über genau die Zustände, die sie selbst zu
verantworten haben. Dieser Verrat an den eigenen Bauern ist an
Verlogenheit nicht mehr zu überbieten!“, so Kainz.
Diese Doppelmoral sei ein direkter Anschlag auf die
Versorgungssicherheit Österreichs. „Wer unsere Bauern dem unfairen
Wettbewerb mit Billigstprodukten aus dem Ausland schutzlos
ausliefert, nimmt die Zerstörung unseres Selbstversorgungsgrades
bewusst in Kauf. Das ist das Gegenteil von verantwortungsvollem
Zivilschutz“, erklärte Kainz. Die FPÖ lasse bei diesem
durchschaubaren Schauspiel nicht locker. „Wir fordern erneut und mit
allem Nachdruck: Ein sofortiger Importstopp für Lebensmittel, die bei
uns so niemals produziert werden dürften! Die Österreicher haben ein
Recht darauf zu wissen, was auf ihren Tellern landet, und unsere
Bauern haben ein Recht auf fairen Wettbewerb. Die ÖVP muss endlich
ihre Blockadehaltung aufgeben und aufhören, die Interessen der
Agrarlobby über die Sicherheit der eigenen Bevölkerung zu stellen!“,
forderte Kainz.