Ernst H. Gombrichs „Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser“ als Ö1-Sommerserie ab 21. Juli

Wien (OTS) – „Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser“ des
Kunsthistorikers
Ernst H. Gombrich, gelesen vom zweifachen Oscar-Preisträger Christoph
Waltz, ist als sechsteilige Ö1-Sommerserie von 21. Juli bis 25.
August jeweils dienstags von 16.05 bis 17.00 Uhr zu hören.

Gombrichs Jugendbuchklassiker aus dem Jahr 1935 erzählt in 39
Kapiteln auf rund 300 Seiten die Geschichte der Menschheit von den
ersten Hochkulturen bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Gombrich
gelingt es dabei, historische Entwicklungen verständlich und
anschaulich zu erzählen. Statt einer bloßen Aufzählung von Daten und
Ereignissen steht bei ihm die Frage im Mittelpunkt, wie Menschen
lebten, dachten und auf die Veränderungen ihrer Zeit reagierten.
Gelesen von Christoph Waltz – diese Hörbuchfassung ist bei argon
Hörbuch erschienen – verbindet die Reihe historische Erzählung mit
anschaulicher Vermittlung. Sie richtet sich an junge Hörerinnen und
Hörer, bietet aber auch Erwachsenen einen gut verständlichen
Überblick über zentrale Entwicklungen der Geschichte und zeigt, wie
sehr unsere Gegenwart von den Entscheidungen und Konflikten
vergangener Zeiten geprägt ist.

Ausgehend von der Renaissance zeichnet die Reihe nach, wie sich
Europa in der Neuzeit grundlegend veränderte. Humanismus, neue
wissenschaftliche Erkenntnisse und technische Entwicklungen prägen
eine Zeit des Aufbruchs, Reformation und die religiösen Konflikte des
16. und 17. Jahrhunderts zeigen, wie stark Glaubensfragen mit
politischer Macht verbunden sind. Absolutismus, Aufklärung und
Revolutionen führen zu neuen Vorstellungen von Staat, Gesellschaft
und Menschenrechten. Auch die großen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts
stehen im Mittelpunkt, Industrialisierung, soziale Bewegungen und die
Entstehung moderner Nationalstaaten verändern Wirtschaft, Politik und
Alltag. Gleichzeitig rücken globale Entwicklungen stärker in den
Blick, von den europäischen Entdeckungsfahrten über koloniale
Expansion bis zu den politischen Spannungen, die schließlich in den
Weltkriegen des 20. Jahrhunderts münden.

„Renaissance und Neue Welt“ ist Thema der ersten Folge am
Dienstag, den 21. Juli ab 16.05 Uhr. Die weiteren Folgen behandeln
„Reformation und Gegenreformation“ (28.7.), „Am Hof des Sonnenkönigs“
(4.8.), „Die französiche Revolution und Napoleon“ (11.8.), „Das
Zeitalter der industriellen Revolution“ (18.8.) und „Erster Weltkrieg
und der Aufstieg totalitärer Diktaturen“ (25.8.). Im Gespräch
zwischen Sendungsgestalter Kurt Reissnegger und Zeithistoriker
Wolfgang Maderthaner wird in der Reihe auch eine kritische Würdigung
und Einordnung dieser vom damals 25-jährigen Ernst Gombrich in nur
sechs Wochen verfassten „Weltgeschichte“ versucht. Das Programm von
Ö1 im Detail ist abrufbar unter https://oe1.orf.at/ .