Der erste Ton entscheidet

Wien (OTS) – Für viele Kinder beginnt mit dem neuen Schuljahr ein
musikalisches
Abenteuer. Ob Geige, Gitarre, Flöte, Trompete oder ein anderes
Instrument: Die ersten Erfahrungen können entscheidend dafür sein, ob
daraus langfristige Freude am Musizieren wird. Die österreichischen
Musikinstrumentenerzeuger raten Eltern daher, beim Kauf nicht allein
auf den Preis zu achten. Gerade Anfänger brauchen ein Instrument, das
gut klingt, zuverlässig funktioniert und richtig eingestellt ist.

„Ein Instrument muss nicht teuer sein, aber es muss
spieltechnisch einwandfrei funktionieren und einen guten Klang
ermöglichen. Kinder haben von Anfang an ein feines Gehör und ein
gutes Gespür für Klang. Wer mit einem passenden und gut eingestellten
Instrument beginnt, lernt leichter, bleibt motiviert und erlebt
schneller Erfolg“, sagt Rupert Hofer , Bundesinnungsmeister der
österreichischen Musikinstrumentenerzeuger in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ).

Jedes Instrument hat seine Tücken

Gerade zum Schulbeginn werben Onlinehändler und Diskonter mit
besonders günstigen Instrumenten und viel Zubehör. Eine Geige
inklusive Bogen, Kasten und Stütze für wenige hundert Euro oder sogar
darunter klingt verlockend. Doch billig ist nicht automatisch
günstig.

Je nach Instrument können Mängel die Freude am Einstieg erheblich
bremsen: Bei Geigen erschweren schlecht passende Wirbel, falsch
angepasste Stege oder minderwertige Saiten das Stimmen und Spielen.
Bei Gitarren können hervorstehende Bundstäbchen die Finger verletzen
oder ein schlecht befestigter Steg eine stabile Stimmung unmöglich
machen. Bei Flöten und Querflöten können ungenaue Intonation oder
schlecht schließende Klappen Probleme verursachen, bei sehr günstigen
Trompeten schwergängige oder steckenbleibende Ventile.

Gerade Anfänger können solche Mängel kaum ausgleichen. Wenn sich
ein Instrument schwer stimmen lässt, unangenehm zu greifen ist oder
nicht sauber reagiert, wird aus der Musikstunde schnell eine
technische Herausforderung. Wertvolle Lernzeit geht verloren – und
aus Begeisterung kann Frust werden.

Das Instrument muss zum Kind passen

Neben der Qualität zählt die richtige Auswahl. Größe, Körperbau,
Alter, Spielniveau und persönliche Vorlieben sollten berücksichtigt
werden. Die Musikinstrumentenerzeuger empfehlen deshalb, sich vor dem
Kauf fachkundig beraten zu lassen und das Instrument gemeinsam mit
dem Kind auszuprobieren.

Eine Alternative zum Kauf kann ein professionell vorbereitetes
Mietinstrument sein. So können Kinder zunächst herausfinden, ob ihnen
das Instrument langfristig Freude macht. Bei vielen Fachbetrieben
wird die Miete später sogar auf einen Kauf angerechnet.

„Kinder verdienen gerade am Beginn die bestmögliche
Unterstützung. Das Instrument sollte sie beim Lernen unterstützen und
nicht behindern“, so Hofer. „Unsere mehr als 500 österreichischen
Fachbetriebe begleiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene bei der
Auswahl, Anpassung und Betreuung ihrer Instrumente – für jedes Alter,
jedes Spielniveau und nahezu jedes Budget.“

Auch nach dem Kauf bleibt fachkundige Betreuung wichtig: Wartung,
Reparaturen und Einstellungen sorgen dafür, dass das Instrument mit
den musikalischen Fähigkeiten mitwachsen kann.

Bewusst einkaufen heißt daher nicht, das teuerste Instrument zu
wählen. Es heißt, ein Instrument zu wählen, das funktioniert, zum
Spieler passt und Freude am Lernen ermöglicht. Denn aus dem ersten
Ton soll im besten Fall eine Leidenschaft fürs Leben werden. (
PWK405/HSP)

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