Wien (OTS) – Ab sofort hängen in fast allen österreichischen
Landeshauptstädten
Plakate, auf denen die (mutmaßlichen) Femizide seit Jänner 2025
aufgelistet sind. Mit der Aktion macht die gemeinnützige Organisation
#aufstehn anlässlich der “16 Tage gegen Gewalt an Frauen” männliche
Gewalt in der Öffentlichkeit sichtbar und zeigt: Die gefährlichsten
Menschen für Frauen sind ihnen nahestehende Männer. Seit dem Druck
der Plakate gab es bereits einen weiteren Femizid. Der mutmaßliche
Täter: der Ehemann des Opfers.
Honorarfreie Bilder für die Berichterstattung stehen zum
kostenlosen Download zur Verfügung.
Zwtl.: Nahestehende Männer als größte Gefahr
Die gefährlichste Form von männlicher Gewalt an Frauen ist
Partnergewalt. Unmittelbar nach Trennungen oder Scheidungen ist das
Risiko, dass Männer zu Tätern werden, besonders hoch. “Femizide in
Österreich haben einen gemeinsamen Nenner: Die Täter sind fast
ausschließlich Männer aus dem Umfeld der Betroffenen. Männliche
Gewalt gegen Frauen kennt keine Herkunft, kein Alter – sie zieht sich
durch alle Ebenen der Gesellschaft”, erklärt Philine Dressler von #
aufstehn.
Zwtl.: Österreich an der traurigen EU-Spitze bei Femiziden
Hierzulande sind Femizide besonders häufig. Rund alle 3 Wochen
tötete dieses Jahr ein Mann eine Frau. Es gab bereits 14 mutmaßliche
Femizide, in allen Fällen kannte das Opfer den Täter. “Jeder Femizid
ist einer zu viel. Wir brauchen daher umgehend echte Gewaltprävention
und Gewaltschutz in Österreich. Das Budget dafür wurde in den letzten
Jahren zwar aufgestockt – eine Gesamtstrategie gegen männliche Gewalt
fehlt allerdings immer noch”, so Dressler.
Zwtl.: Fast 60.000 Menschen appellieren an Frauenministerium
#aufstehn fordert mit der Petition “ Gewalt an Frauen stoppen! ”
schon seit Jahren umfassende Maßnahmen zum Gewaltschutz. Neben mehr
Geld für Prävention, sowie einer flächendeckenden Bewusstseins- und
Informationskampagne fordert #aufstehn gemeinsam mit fast 60.000
Unterzeichner_innen auch besser geschultes Personal in allen
Anlaufstellen – von der Polizei bis hin zur Justiz.