Linz (OTS) – Vorsicht: Was auf einer Weihnachtsfeier passiert, bleibt
in den
seltensten Fällen dort. Wer in ein Fettnäpfchen steigt, muss damit
rechnen, dass die ganze Firma Bescheid weiß. Darum rät die AK
Oberösterreich, sich an ein paar Regeln des guten Geschmacks zu
halten.
Die einen lieben sie, die anderen hassen die Firmenweihnachtsfeier.
Und sie wirft auch manche Fragen auf: Muss ich hingehen? Wie verhalte
ich mich richtig? Ist Alkohol erlaubt, wenn er sonst verboten ist?
Sind wir am Ende des Abends alle gute Freundinnen und Freunde? Damit
die Weihnachtsfeier nicht zur Peinlichkeit wird, hat die AK
Oberösterreich einige hilfreiche Tipps.
Vorab: Hingehen! Egal ob die Abteilungsleiterin zu einem kleinen
Glühwein-Umtrunk mit Keksen oder die Unternehmensleitung zur großen
Firmenweihnachtsfeier lädt, kommt es nicht gut an, wenn man die
Einladung ohne triftigen Grund ausschlägt. Im Gegenteil: Man kann die
Gelegenheit beim Schopf packen, mit Vorgesetzten und Kolleg:innen in
etwas lockerer Atmosphäre zu plaudern als sonst.
Findet die Feierlichkeit auf ausdrückliche Einladung oder sogar
Anweisung des Chefs oder der Chefin während der Arbeitszeit statt,
ist die Zeit grundsätzlich ein Geschenk der Firma und muss auch
bezahlt werden. Wenn ein Betrieb zu einer Weihnachtsfeier außerhalb
der Arbeitszeit lädt, ist die Teilnahme freiwillig und auch
unbezahlt. Das gilt etwa bei einem abendlichen Lokalbesuch. Ein
generelles Recht auf eine Firmenweihnachtfeier gibt es übrigens
nicht.
Auch wenn Weihnachtsfeiern dazu dienen, einmal im Jahr etwas lockerer
zu sein: Sie sind kein Anlass, sich zu leger oder gar daneben zu
benehmen. In Fettnäpfchen zu treten, kann dem Ansehen im Beruf
schaden. Daher rät die AK:
– Angemessene Kleidung: Lieber zuerst nachfragen, was in der Firma
üblich ist, als sich mit Rentierhörnern oder Engelsflügeln lächerlich
zu machen. Das Motto lautet: Schickmachen, aber nicht zu sehr
„aufbrezeln“.
– Alkohol in Maßen: Das Gläschen zu viel lockert Zunge und
Selbstkontrolle. Wer sich dann zu viel herausnimmt, riskiert sogar
eine Entlassung.
– Harmlose Heiterkeit: Nichts ist langweiliger, als auch noch beim
Fest über die Arbeit zu reden. Bringen Sie sich ruhig mit lustigen
Anekdoten ein, aber ersparen Sie sich und den anderen Geschichten
über die jüngsten Partyexzesse, Ihre Ehekrise oder Ihren
Schuldenstand.
– Keine Anzüglichkeiten: Nicht nur auf der Weihnachtsfeier sind
sexistische Sprüche oder Tanzen mit gewagter Tuchfühlung absolute No-
Gos. Sofern Sie nicht sogar Ihren Job verlieren, bleiben Sie
zumindest für einige Tage, Wochen oder sogar Monate das Tratsch-Thema
Nummer 1.
– Per Du mit dem Chef: Sollte Ihnen die Chefin oder der Chef zu
fortgeschrittener Stunde das Du-Wort anbieten, bleibt abzuwarten ob
das auch tags darauf noch gilt.
„ Wir wollen niemandem den Spaß verderben. Weihnachtsfeiern sind
wichtig für das Teamgefüge, die Stimmung im Betrieb und das
gemeinsame Zurückblicken auf das fast vollbrachte Arbeitsjahr. Aber
es gibt ein paar Fettnäpfchen, die man unbedingt auslassen sollte, um
auch am Tag danach noch ein gutes Verhältnis zu den Kolleginnen und
Kollegen und zu Vorgesetzten zu haben “, sagt AK-Präsident Andreas
Stangl.