Wien (OTS) – Das Austrian Credit Insurance Counsel analysiert viermal
jährlich die
österreichischen Insolvenzzahlen sowie Risikobewertungen 18 Branchen/
-gruppen in 27 Ländern.
A.C.I.C. Insolvenzstatistik: Österreichs Insolvenzen stiegen 2025
moderat an – im Vergleich zu den beiden Vorjahren hat sich der
Anstieg der Insolvenzen 2025 deutlich abgeflacht.
A.C.I.C. Sector Grade: Innerhalb der EU sticht Spanien mit seiner
treibenden Wirtschaftskraft hervor – getragen von einem boomenden
Tourismus sowie verstärkten Investitionen in Digitalisierung und
Nachhaltigkeit. Positive Signale kommen auch aus der Metallbranche:
Erstmals seit beinahe eineinhalb Jahren verbessert sich die
Branchenbewertung wieder.
Zwtl.: A.C.I.C. Insolvenzstatistik – Seitwärtsbewegung bei den
heimischen Insolvenzen
Nachdem sich die Insolvenzzahlen in den beiden Vorquartalen
rückläufig verhielten, verzeichneten die österreichischen Insolvenzen
im vierten Quartal 2025 einen moderaten Anstieg. Der Jahresvergleich
zeigt jedoch: Das Wachstum der Insolvenzen hat sich 2025 – gegenüber
2023 und 2024 – deutlich beruhigt.
Wie lässt sich diese Entwicklung bewerten?
A.C.I.C. stuft die Insolvenzentwicklung 2025 positiv ein. Der
rasante Anstieg an Insolvenzen in den Jahren 2023 & 2024 kann als
Reaktion auf den pandemiebedingten historischen Tiefstand gesehen
werden – wir sprechen hier von einem Aufholeffekt. Unsere
Auswertungen zeigen, dass dieser Effekt weiterhin anhält.
Gemäß A.C.I.C.-Prognosen wird sich der pandemiebedingte Rückstau
bis Mitte 2026 weitgehend bereinigen. Der abgeflachte
Insolvenzanstieg im Jahr 2025 deutet darauf hin, dass sich die
österreichische Insolvenzlandschaft zunehmend stabilisiert.
Zwtl.: A.C.I.C. Sector Grade – Punktuelle Verbesserungen
Länder- und Branchentrends Q4/2025
– Insgesamt gibt es 60 positive und 69 negative Trendentwicklungen.
Besonders positiv stechen Mexiko und Spanien hervor, während Italien
und Deutschland die meisten negativen Trends verzeichnen.
– Eine wesentliche Erholung im Vergleich zu den Vorquartalen zeigt
die Metallbranche.
– Die Branchenbewertung der Dienstleistungsbranche verschlechtert
sich signifikant.
Der EU- Wirtschaftsmotor: Spanien
Im zweiten Halbjahr 2025 überzeugt Spanien mit starker
wirtschaftlicher Dynamik. Drei Faktoren sind dabei maßgeblich:
1. Tourismus als entscheidender Wachstumstreiber: 2025 überstieg die
Zahl der Touristen erstmals wieder das Vor-Pandemie-Niveau.
2. Internationale Vernetzung: Historische und kulturelle Beziehungen
zu Afrika und Südamerika eröffnen Zugang zu Arbeitskräften und machen
Spanien zum attraktiven Investitionsstandort.
3. Strategische Zukunftsinvestitionen: Besonders im Bereich
Digitalisierung und Nachhaltigkeit setzen staatliche Programme klare
Impulse. Mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2050 forciert die
spanische Regierung eine umfassende wirtschaftliche Transformation.
Metallbranche im Wandel: Zwischen Handelskonflikten und grüner
Transformation
Seit Mitte 2024 steht die Metallindustrie aufgrund sinkender
Nachfrage aus China und einer deutlichen Abkühlung der Bauindustrie
unter Druck. Zusätzliche Belastung bringen die 2025 eingeführten US-
Zölle. Die Entscheidung des Obersten US-Gerichts im Februar 2026,
wonach Teile dieser Zölle rechtswidrig sind, sowie der seit
24.02.2026 geltende 10-%-Importzuschlag betreffen jedoch nicht die
Abgaben auf Aluminium- und Stahlimporte – diese bleiben weiterhin bei
50%.
Zukunftssicherheit bringt die grüne Transformation: Die steigende
Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und erneuerbarer Energie stärkt die
Bedeutung der Metallindustrie für die Automobil- und Energiebranche.
Gleichzeitig steht die Reduktion des CO₂-Fußabdrucks für die
Metallindustrie immer mehr im Mittelpunkt, wodurch eine strombasierte
Produktion an Relevanz gewinnt. Europa steht hier klar im Vorteil,
dank vielfältiger nachhaltiger Energiequellen und umfassender
Förderprogramme. Somit profitieren die Metall- und Energiebranche
voneinander: Je nachhaltiger die Energieproduktion, desto leichter
kann die Metallindustrie Emissionen senken. Gleichzeitig wächst mit
dem Bedarf an grünen Technologien auch die strategische Rolle der
Metallindustrie für den globalen Wandel.
Zwtl.: KOSTENLOS INFORMIEREN
Die A.C.I.C. Insolvenzstatistik zeigt die Jahres- und
Quartalsentwicklungen der Insolvenzen in Österreich, aus der
Vergangenheit und Gegenwart, im Überblick. Hierfür wurden Daten der
WKO und des KSV 1870 zusammengetragen, analysiert und visualisiert.
In den A.C.I.C. Insolvenzstatistik werden die Insolvenzentwicklungen
aller aktiven Unternehmen sowie jener Unternehmen, die nicht zu den
protokollierten Einzelunternehmen zählen, dargestellt. Drei
wesentliche Werte wurden ermittelt: der Index der
Unternehmensanzahlen, der Index der Insolvenzzahlen sowie die
Insolvenzquote. Die vollständige A.C.I.C. Insolvenzstatistik finden
Sie hier zum Download .
Der A.C.I.C. Sector Grade fasst nicht nur die aktuellen Daten der
Risikobewertungen für 18 Branchen/-gruppen in 27 Ländern dreier
Kreditversicherer zusammen und bereitet diese übersichtlich auf – er
veranschaulicht zudem den Wandel der einzelnen Branchen. Der
Quartalsvergleich bietet einen Überblick in die Veränderungen der
Branchen-/Gruppen zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2024. Ein
detaillierterer Einblick wird durch Trendentwicklungen einzelner
Branchen in verschiedenen Ländern ermöglicht. Den vollständigen
A.C.I.C. Sector Grade finden Sie hier zum Download .
A.C.I.C.
Das Austrian Credit Insurance Counsel (A.C.I.C.) ist Österreichs
führende Spezialmaklergesellschaft für Kreditversicherungen. Das
Unternehmen wurde 2009 vom geschäftsführenden Gesellschafter Peter
Androsch gegründet. Kreditversicherungen dienen dem Risikomanagement,
indem sie Lieferanten Schutz vor der Zahlungsunfähigkeit ihrer Kunden
bieten. Der Gesamtmarkt gemessen an Prämieneinnahmen der
Kreditversicherer bewegt sich in Österreich bei 140 Millionen Ꞓ pro
Jahr. Rund 6000 Unternehmen sind einer Schätzung zufolge versichert.
A.C.I.C. ist unter anderem auch Repräsentant der AU Group in
Österreich. Dadurch steht exportorientierten Kunden des A.C.I.C. ein
internationales Netzwerk an Experten für Kreditversicherung,
Factoring und Forderungsmanagement zur Verfügung. Peter Androsch ist
zudem Vorstandsmitglied beim internationalen
Kreditversicherungsmaklerverband BARDO. www.acic.at