Wien (OTS) – Die Wiener:innen trennen Verpackungen zunehmend besser:
Im Jahr 2025
wurden in Wien insgesamt mehr als 15.000 Tonnen Kunststoff- und
Metallverpackungen in der Gelben Tonne bzw. dem Gelben Sack
gesammelt. Die Nettosammelmenge stieg damit gegenüber dem Vorjahr um
14 Prozent. Das gemeinsame Engagement der Altstoff Recycling Austria
AG (ARA) und der MA 48 der Stadt Wien zeigt große Wirkung: Die
Ausweitung der Leichtverpackungssammlung, eine etablierte
Sammelinfrastruktur und gezielte Bewusstseinsbildung bringen
Kreislaufwirtschaft in der Bundeshauptstadt erfolgreich vorwärts –
und das trotz des Mengenrückgangs aufgrund des Einwegpfandsystems. Im
internationalen Vergleich moderner Metropolen beweist Wien einmal
mehr, dass eine effiziente Wertstoffsammlung auch im dicht verbauten
urbanen Raum auf hohem Niveau funktioniert.
Verpackungen richtig zu trennen ist die Voraussetzung dafür,
wertvolle Rohstoffe im Kreislauf zu halten und sie als
Sekundärrohstoffe für Wirtschaft und Industrie verfügbar zu machen.
Das Sammelplus von 14 Prozent zeigt, dass immer mehr Wiener:innen
einen Beitrag dazu leisten – und damit Kreislaufwirtschaft,
Ressourcenschonung und Rohstoffsicherheit in Österreich aktiv
stärken. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei die kontinuierliche
Bewusstseinsbildung, die ARA und 48er in Wien Hand in Hand
vorantreiben. Gemeinsam nutzen beide Partner ein breites Spektrum an
Informations- und Bildungsangeboten: Die ARA setzt auf Out-of-Home-
Kampagnen wie „Jeder Wurf zählt“, Aufklärung über Social Media und
Programme wie ARA4kids oder die Kinderuni on Tour. Die 48er
ermöglicht mit ihren Mülltrennkampagnen wie „Tu was für den
Kreislauf“ oder dem jährlichen Mistfest niederschwellige und
praxisnahe Angebote, die Kreislaufwirtschaft erlebbar machen. Dazu
kommen unterschiedlichste Informationsmaterialien wie z.B. die 48er-
Pocket-Trenninfo in 18 Sprachen. Abfallberater:innen informieren
schon die Kleinsten in Kindergärten und Schulen und stehen zudem als
direkte Ansprechpersonen zur Verfügung.
„14 Prozent mehr in der Gelben Tonne sind kein Zufall, sondern
das Ergebnis eines durchdachten Zusammenspiels aus Infrastruktur,
Information und Engagement der Wiener:innen. Wien zeigt
eindrucksvoll, dass Kreislaufwirtschaft im urbanen Alltag
funktioniert, wenn alle an einem Strang ziehen. Jede korrekt
getrennte Verpackung sichert wertvolle Rohstoffe für den
Wertstoffkreislauf und reduziert den Bedarf an natürlichen
Ressourcen. Abfalltrennung ist ein kleiner Handgriff im Alltag, der
große Wirkung für Umwelt und Wirtschaft hat“, erklärt ARA
Vorstandssprecher Harald Hauke .
Zwtl.: Gelbe Tonne bzw. Gelber Sack erfolgreich im Alltag der
Wiener:innen verankert
Ein wichtiger Meilenstein für die Kreislaufwirtschaft war die
Ausweitung der Sammlung auf alle Kunststoffverpackungen. Seit 2023
werden diese gemeinsam mit Metallverpackungen in der Gelben Tonne
bzw. dem Gelben Sack erfasst. Die einfache und leicht zugängliche
Sammlung erleichtert die richtige Abfalltrennung und trägt wesentlich
zu verbessertem Entsorgungsverhalten bei. Heute stehen den
Wiener:innen mehr als 20.000 Gelbe Tonnen – entweder direkt in den
Müllräumen der Wohnhausanlagen oder bei den 4.400
Altstoffsammelinseln im öffentlichen Raum – für die Nutzung zur
Verfügung. Zusätzlich sind rund 46.000 Einfamilien-Haushalte an die
Sammlung über den Gelben Sack angeschlossen. Damit ist die getrennte
Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen flächendeckend im
Stadtgebiet verfügbar.
„Richtig Müll trennen und damit etwas für die Umwelt tun, ist gar
nicht so schwer. Das beweisen die Wienerinnen und Wiener täglich. Wir
sammeln unter anderem weit über 15.000 Tonnen Kunststoff- und
Metallverpackungen pro Jahr – ein weiterer wichtiger Schritt näher zu
Zero Waste, zu einer Stadt ohne Verschwendung. Getrennte Sammlung ist
gelebter Klimaschutz. Gemeinsam mit der ARA setzen wir weiterhin auf
Aufklärung der Bevölkerung, deren Unterstützung wir weiterhin
brauchen. Ein großes Dankeschön an alle Wienerinnen und Wiener für
ihren bisherigen Einsatz. Bauts kan Mist!”, bittet Josef Thon , 48er-
Abteilungsleiter .
Dass das Sammelsystem von der Bevölkerung angenommen wird, zeigt
auch die IMAS-Studie*, die im Auftrag der ARA Ende 2025 durchgeführt
wurde: 92 Prozent der Wiener:innen bewerten die Idee der getrennten
Sammlung von Verpackungen mit „sehr gut“ oder „gut“. Damit liegt Wien
über dem österreichweiten Durchschnitt von 91 Prozent. Gleichzeitig
gibt knapp ein Drittel der Befragten an, künftig noch mehr
beziehungsweise noch genauer trennen zu wollen – ein Wert, der
ebenfalls über dem österreichischen Durchschnitt liegt. Damit beweist
Wien einmal mehr, dass es im Vergleich europäischer Großstädte bei
der Abfalltrennung im urbanen Raum einen Spitzenplatz einnimmt.
*Studieninfos: Die repräsentative Umfrage des
Marktforschungsinstituts IMAS im Auftrag der Altstoff Recycling
Austria AG (ARA) wurde von 6. Oktober bis 7. November 2025 mittels
computergestützten telefonischen Interviews durchgeführt.
Über die ARA
Zukunft. Kreislauf. Wirtschaft. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet
die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) als treibende Kraft der
österreichischen Abfall- und Kreislaufwirtschaft und ist Marktführer
unter den Sammel- und Verwertungssystemen für Verpackungen,
Elektroaltgeräten und Batterien.
Die ARA mit ihren Tochterunternehmen ARAplus GmbH, Austria Glas
Recycling GmbH, DiGiDO GmbH, ERA GmbH, ERAplus GmbH und TriPlast GmbH
gilt heute als internationale Best Practice und entwickelt als
Partner der Wirtschaft maßgeschneiderte Entsorgungslösungen in der
Abfall- und Kreislaufwirtschaft: von Entpflichtung über
Stoffstrommanagement bis zu Circular Design und Digitalisierung der
Kreislaufwirtschaft. Die ARA AG serviciert mehr als 15.000 Kunden.
Sie steht im Eigentum heimischer Unternehmen und agiert als NonProfit
Unternehmen nicht gewinnorientiert. www.ara.at
Über die 48er
Die zentralen Aufgaben der Wiener Magistratsabteilung 48 –
Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark sind die
Sicherstellung der kommunalen Abfallwirtschaft, einer sauberen Stadt
und sicherer Verkehrsflächen bei winterlichen Verhältnissen. Mit rund
3.000 Mitarbeiter*innen zählen die 48er zu den größten
Magistratsabteilungen der Bundeshauptstadt. Zu ihren Aufgaben kommen
neben der Müll- und Altstoffsammlung die Mistplätze, die
Abfallbehandlung – wie das Betreiben einer Biogasanlage und der
Deponie Rautenweg – aber auch die WasteWatcher, die Abschleppgruppe,
die öffentlichen WC-Anlagen sowie der Fuhrpark der Stadt Wien, der
48er-Tandler, die Abfallberatung und das Zentrale Fundservice. Das
Sauberkeitsangebot umfasst 480.000 Restmüll- und Altstoffbehälter,
21.800 Papierkörbe, 4.200 Hundekotsackerlspender, 1.200 freistehende
Aschenrohre, 13 Mistplätze und 4.400 öffentliche Standorte für die
getrennte Sammlung. Die orangen 48er leisten mit ihrem breiten
Leistungsportfolio nicht nur einen wichtigen Beitrag zu Klimaschutz,
Kreislaufwirtschaft und Daseinsvorsorge, die Wiener Abfallwirtschaft
gilt auch europaweit als Vorreiter und Aushängeschild.
www.wien.gv.at/umwelt/ma48/
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