Wirtschaft

FSG-younion ad Equal Pension Day 2026 Wien: Noch lange kein Grund zum Zurücklehnen

Wien (OTS) – Heute, am 21. September 2026, begeht Wien den Equal
Pension Day 2026
und nimmt damit erneut eine Spitzenposition im Bundesländervergleich
ein. Während Frauen österreichweit durchschnittlich um 39,4 Prozent
weniger Pension erhalten als Männer und der Equal Pension Day 2026
bereits auf den 9. August fällt, erreicht Wien als einziges
Bundesland diesen Tag erst in der zweiten Septemberhälfte. Das zeigt:
Wien ist bei der Verringerung der Pensionslücke auf dem richtigen
Weg. Gleichzeitig verdeutlichen die Zahlen, dass echte Gleichstellung
nach wie vor nicht erreicht ist.

Der Equal Pension Day macht sichtbar, was viele Frauen ihr
gesamtes Erwerbsleben lang erfahren: Ungleichheiten bei Einkommen,
Karrierechancen und unbezahlter Care-Arbeit setzen sich bis in die
Pension fort. Frauen erhalten österreichweit durchschnittlich
lediglich 1.614 Euro brutto Pension pro Monat, Männer hingegen 2.664
Euro brutto. Die Differenz von 1.050 Euro monatlich ist Ausdruck
struktureller Benachteiligungen, die dringend beseitigt werden
müssen.

Für die FSG-younion (Fraktion Sozialdemokratischer
Gewerkschafter:innen in der younion _ Die Daseinsgewerkschaft)
Landesorganisation Wien ist klar: Gute Pensionen entstehen durch
Abbau struktureller Hürden, stereotyper Rollenbilder und fairen
Arbeitsbedingungen während des gesamten Berufslebens. Dazu gehören
gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, der Ausbau qualitätsvoller
Kinderbildung- und Betreuung (mit den notwendigen Rahmenbedingungen
für die Beschäftigten), eine gerechte Verteilung von Familien- und
Pflegearbeit sowie die konsequente Aufwertung jener Berufe, in denen
überwiegend Frauen beschäftigt sind.

Wiener Landesfrauenvorsitzende der FSG-younion, Sabine Slimar-
Weißmann, betont:
„Der Equal Pension Day erinnert uns jedes Jahr daran, dass
Gleichstellung nicht mit wohlklingenden Sonntagsreden erreicht wird.
Frauen leisten nach wie vor den Großteil der unbezahlten Care-Arbeit,
arbeiten häufiger in Teilzeit und sind überdurchschnittlich oft in
Berufen tätig, die gesellschaftlich unverzichtbar, aber unterbewertet
sind. Es müssen endlich jene Strukturen behoben werden, die Frauen
benachteiligen. Gleichstellung bedeutet auch finanzielle
Unabhängigkeit – und zwar in jeder Lebensphase.

Die Entwicklung in Wien zeigt, dass Fortschritte möglich sind.
Seit Einführung des Equal Pension Day im Jahr 2015 hat sich Wien um
einen ganzen Monat verbessert – von 21. August auf 21. September.
Dennoch bleibt die Herausforderung groß. Die FSG-younion fordert
daher weitere Investitionen in den Ausbau öffentlicher
Dienstleistungen, insbesondere in die Kinderbildung- und Betreuung,
die Pflege- und Betreuung und die soziale Infrastruktur. Hochwertige
öffentliche Daseinsvorsorge ist eine der Voraussetzungen dafür, dass
Frauen und Männer Erwerbs- und Familienarbeit partnerschaftlich
teilen können.

Wiener Landesvorsitzender der FSG-younion, Bernhard Stoik, stellt
klar: „Der Kampf gegen die Pensionslücke ist kein reines Frauenthema,
sondern eine gesellschaftliche Aufgabe. Als Männer müssen wir unseren
Beitrag leisten – in der Kinderbetreuung, in der Karenz und bei der
Aufteilung von Familienarbeit. Wer Gleichstellung ernst meint, muss
Verantwortung übernehmen. Gleichzeitig braucht es starke öffentliche
Dienstleistungen, faire Löhne und sichere Arbeitsplätze. Das
entspricht den Grundwerten der FSG-younion: Solidarität, soziale
Gerechtigkeit und gleiche Chancen für alle Menschen. Unser Ziel
bleibt klar: Niemand darf im Alter aufgrund struktureller
Benachteiligung finanzielle Nachteile tragen müssen.“

Die FSG-younion wird sich auch weiterhin mit Nachdruck für faire
Einkommen, wirtschaftliche Unabhängigkeit von Frauen und eine starke
öffentliche Daseinsvorsorge einsetzen – denn gleiche Chancen im
Berufsleben sind die Voraussetzung für gerechte Pensionen und ein
selbstbestimmtes Leben im Alter.