Wien (OTS) – Die Arztpraxis vergibt Termine nur noch online. Die Bank
sperrt die
Filiale zu und setzt auf Online-Banking. Die Enkelkinder wohnen weit
weg – aber wie funktioniert ein Videoanruf? Und wofür benötige ich
eigentlich ChatGPT? Für viele ältere Menschen ist es schwierig, sich
in der sich rasch veränderten digitalen Welt zurechtzufinden. Sie
besitzen zwar Smartphone, Tablet oder Computer, nutzen deren
Möglichkeiten aber nur eingeschränkt – aus Unsicherheit, Angst vor
Fehlern oder Sorge vor Betrug und Datenmissbrauch.
„Das Rote Kreuz unterstützt Seniorinnen und Senioren jetzt dabei,
sich in der Online-Welt zurechtzufinden. Speziell geschulte
Trainerinnen und Trainer bieten in fünf Landesverbänden kostenlose
Einschulungen entweder direkt bei Ihnen zu Hause oder in einer
unserer Rotkreuz-Einrichtungen an, um digitale Alltagswege sicher und
selbstständig zu nutzen. Denn jeder Mensch soll die Chance haben, an
der digitalen Welt teilzuhaben – unabhängig von Alter oder
Vorkenntnissen“, erklärt Patrick Hasler, Bereichsleiter Gesundheit,
Einsatz und Soziales beim Österreichischen Roten Kreuz (ÖRK). Als
Fortführung eines erfolgreichen EU-Projekts gibt es die Möglichkeit
zu digitalen Fortbildungen jetzt in den Rotkreuz-Landesverbänden
Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol und Steiermark.
„Sicherheit und Datenschutz stehen im Vordergrund!“
Monika Wild, ehemalige langjährige Leiterin des Bereichs
Gesundheits- und Soziale Dienste im ÖRK, diplomierte Gesundheits- und
Krankenpflegerin und seit Juni 2026 in der ÖRK-
Präsident:innenkonferenz engagiert, ergänzt: „Ältere Menschen nutzen
jetzt schon digitale Medien, aber aufgrund der raschen Entwicklung
ist eine gute und kompetente Begleitung nötig. Das Internet sicher zu
nützen, stellt Menschen, die nicht mit dieser Technologie
aufgewachsen sind, vor Herausforderungen. Wir alle wissen, dass
Online-Betrug ein immer größeres Problem ist. Wir wollen verhindern,
dass sich Seniorinnen und Senioren aus Angst aus der digitalen Welt
zurückziehen und sich dadurch isolieren.“
Wild erklärt weiters: „Unsere Trainerinnen und Trainer vermitteln
in ihren Kursen ausschließlich Alltagskompetenzen, alles unter dem
Schirm der Internetsicherheit. Es geht darum, den digitalen Alltag
selbstständig bewältigen und am sozialen, kulturellen und politischen
Leben teilhaben zu können, Fake-Nachrichten und Fake-News zu erkennen
und Internet-Betrug vorzubeugen.“
So funktioniert das Angebot:
– Geschulte freiwillige Mitarbeiter:innen des Roten Kreuzes begleiten
Senior:innen persönlich und nehmen sich Zeit.
– Unterstützung im 1:1-Buddy-Setting – kostenlos und niederschwellig.
– Praxisnahe Themen: Umgang mit Smartphone und/oder Computer,
digitale Alltagsdienste, Behörden- und Gesundheitsangebote,
Datenschutz sowie Schutz vor Betrug.
– Der Peer-Ansatz „Ältere unterstützen Ältere“ schafft zusätzlich
Sinn, Begegnung und das passende Tempo.
– Konkreter Nutzen statt abstrakter Digitalisierung: Nachrichten,
Videoanrufe, Arzttermine, Tickets und sichere Internetnutzung.
– Vertrauen und persönliche Begleitung als klarer Unterschied zu
anonymen Kurs- oder Onlineangeboten.
Rotkreuz-Kontakt in Ihrem Bundesland:
Niederösterreich : [email protected] | +43 59 144
50584 | Angelika Bierbaumer-Peklar oder DGKP Tina Kreiner
Oberösterreich : [email protected] | +43 732 7644 979
Steiermark : [email protected] | +43 50 1445 10157
Tirol : [email protected] | +43 664 604 663 0414 |
Doris Olumba
Wien : [email protected] | +43 664 823 39 12
Das Projekt „Digitale Trainer:innen“ wird gefördert vom
Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und
Konsumentenschutz.
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