Wirtschaft

ÖGB-Pfister: Teuerung zieht kräftig an – Margenregelung längst überfällig

Wien (OTS) – Die Inflation ist im August laut Statistik Austria auf
3,2 Prozent
gestiegen, nach 2,8 Prozent im Juli. Ausschlaggebend für den Anstieg
waren vor allem deutlich höhere Preise für Treibstoffe und Heizöl.
Die jüngsten Preissprünge sind darin jedoch noch nicht abgebildet:
Der Dieselpreis hat vielerorts die Marke von 2,20 Euro je Liter
überschritten und sogar den höchsten Stand des Jahres 2026 erreicht.

„Steigende Spritpreise treffen Pendler:innen, Familien und alle
Beschäftigten, die für den Arbeitsweg oder im Berufsalltag auf ihr
Auto angewiesen sind, besonders hart. Für viele Menschen gibt es
keine realistische Alternative zum Auto. Wenn Treibstoffe und Heizöl
teurer werden, spüren sie das unmittelbar in ihrem Haushaltsbudget“,
sagt Angela Pfister, Leiterin des volkswirtschaftlichen Referats des
ÖGB.

Margenregelung überfällig

Die anhaltend hohen Spritpreise und die hohen Gewinne der
Mineralölkonzerne machen aus Sicht des ÖGB ein rasches Eingreifen der
Bundesregierung notwendig. „Die Margenregelung bei Treibstoffen und
Heizöl muss jetzt folgen“, fordert Pfister einmal mehr. „Es ist nicht
hinnehmbar, dass Menschen an der Zapfsäule zur Kasse gebeten werden,
während Ölkonzerne von hohen zusätzlichen Gewinnen profitieren.“

Neuer Krisenmechanismus begrüßt

Der ÖGB begrüßt den gestern präsentierten
Energiepreiskrisenmechanismus als wichtigen Schutz vor starken
Preissprüngen. „Damit wird eine wesentliche Forderung des ÖGB
erfüllt“, zeigt sich Pfister zufrieden. Besonders positiv bewertet
der ÖGB, dass der Mechanismus künftig rasch und automatisch greifen
soll, wenn die Energiepreise stark steigen. Dadurch könnten Haushalte
und Beschäftigte besser vor neuen Teuerungsschüben geschützt werden.