Wien (OTS) – Der neue Report Aktive Mobilität 2026 zeigt: Konstant
viele Menschen
in Österreich bewegen sich regelmäßig aktiv fort – sei es zu Fuß oder
mit dem Rad. Besonders erfreulich ist das wachsende, sichere
Radverkehrsnetz: Schon mehr als die Hälfte der Bevölkerung braucht
für eine Fahrt mit dem E-Bike vom Wohnsitz aus maximal 10-Minuten bis
zur nächsten Öffi-Haltestelle. Damit wird die multimodale Kombination
aus Rad und Öffentlichem Verkehr für immer mehr Menschen zur
attraktiven Alternative. Radfahren und Zu-Fuß-Gehen sind zentrale
Bausteine für die Verkehrswende, besonders wenn sie mit dem
Öffentlichen Verkehr kombiniert werden.
„Aktive Mobilität und öffentlicher Verkehr ergänzen einander –
wer gut zu Fuß oder mit dem Rad zur Haltestelle kommt, entscheidet
sich leichter für die Öffis. Genau hier setzen wir mit dem gezielten
Ausbau der Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur an. Der neue Report
zeigt: 61 Prozent der Menschen in Österreich erreichen ihre nächste
Haltestelle bereits in 10 Minuten mit dem E-Bike – ein gutes
Ergebnis, das wir durch den weiteren Ausbau sicherer
Radverkehrsverbindungen konsequent stärken wollen“ , betont
Mobilitätsminister Peter Hanke.
Radfahren und Gehen als Alltagsrealität
Der Report Aktive Mobilität 2026 unterstreicht, dass Zu-Fuß-Gehen
und Radfahren längst fester Bestandteil des Alltags in Österreich
sind. Mehr als 7,2 Millionen Menschen in Österreich gehen täglich
oder mehrmals pro Woche mindestens fünf Minuten am Stück zu Fuß. Auch
das Radfahren gewinnt weiter an Bedeutung – besonders in
Bundesländern wie Salzburg, wo fast zwei von fünf Menschen regelmäßig
mit dem Fahrrad unterwegs sind. Österreichweit sind mehr als 2,1
Millionen Menschen täglich oder mehrmals die Woche mit dem Rad
unterwegs.
Multimodalität nimmt zu
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Verknüpfung von Fuß- und
Radverkehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Bereits 14 Prozent
der Öffi-Nutzenden verwenden das Fahrrad für Fahrten von und zur ÖV-
Haltestelle. Bei der letzten Befragung 2023 lag dieser Anteil erst
bei 12 Prozent. Bike & Ride macht den Umstieg auf kostengünstige und
umweltfreundliche Mobilität besonders attraktiv und zeigt, wie
wichtig eine gut ausgebaute Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur rund um
Haltestellen auch für die Nutzung des Öffentlichen Verkehrs ist.
Bike&Ride: sicheres Radverkehrsnetz als Schlüssel zum Erfolg
Ein zentrales Ergebnis des Reports ist die gestiegene sichere Rad
-Erreichbarkeit von ÖV-Haltestellen. 61 Prozent der Bevölkerung (rund
5,6 Millionen Menschen) wohnt bereits im 10-Minuten-E-Bike&Ride-
Einzugsbereich von ÖV-Haltestellen und kann dort auch auf einem
sicherem Radverkehrsnetz hinradeln. Das bedeutet, dass für viele
Menschen die Kombination aus Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln
eine sichere und bequeme Option ist. Daher soll zur Förderung der
Multimodalität der weitere Ausbau von sicherer Radinfrastruktur
besonders im Einzugsbereich von ÖV-Haltestellen erfolgen.
Report Aktive Mobilität 2026
Der Report Aktive Mobilität 2026 bietet eine umfassende Analyse
der aktuellen Entwicklungen im Fuß- und Radverkehr sowie der
Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr. Die Daten basieren auf
einer repräsentativen Befragung sowie Auswertungen aus der digitalen
Verkehrsinfrastruktur (Graphenintegrations-Plattform GIP) und zeigen,
wie sich die Mobilitätsgewohnheiten sowie die Rad- und
Fußverkehrsinfrastrukturen in Österreich weiterentwickeln. Die
Ergebnisse sind relevante Datengrundlagen für die Umsetzung des
Masterplan Gehens sowie des Masterplans Radfahren.
Fuß- und Radverkehrsgipfel in Eisenstadt
Vom 9. bis 11. September 2026 findet in der Landeshauptstadt
Eisenstadt erstmals eine gemeinsame Fachveranstaltung zum Fuß- und
Radverkehr statt: Der 2. Österreichische Fußverkehrsgipfel und der
17. Österreichischer Radgipfel. Dabei werden die rund 400 Expertinnen
und Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft
aktuelle Trends und Entwicklungen auch anhand der Ergebnisse des
Reports Aktive Mobilität 2026 diskutieren. Besonders für Gemeinden
bietet die Fachkonferenz eine gute Gelegenheit erfolgreiche
Praxisbeispiele zur Fuß- und Radverkehrsförderung kennen zu lernen.
Links
– Report Aktive Mobilität 2026
– Sicheres Radverkehrsnetz und Bike&Ride Erreichbarkeit 2025
– Graphenintegrationsplattform gip.gv.at
– rad-fussverkehrsgipfel2026.at