FPÖ – Deimek/Ranzmaier: „Mattles Brenner-Show endet 2043 im deutschen Abstellgleis!“

Wien (OTS) – Der Bericht zum Brenner-Nordzulauf entlarve die
Transitpolitik der
Tiroler ÖVP, kritisierten heute der stellvertretende FPÖ-
Verkehrssprecher NAbg. DI Gerhard Deimek und FPÖ-Südtirolsprecher
NAbg. Christofer Ranzmaier. Der Brenner-Basistunnel soll 2032 in
Betrieb gehen, der voll leistungsfähige deutsche Zulauf aber erst
2043. Eine gesicherte Finanzierung fehle weiterhin.

„Deutschland will offenbar erst nach der Eröffnung des
Basistunnels mit dem eigentlichen Bau beginnen. Damit droht eine
elfjährige Kapazitätslücke. Ein Bericht an den Bundestag ist aber
noch kein Baubeschluss und schon gar keine Finanzierung“, erklärte
Deimek. „Österreich und Italien haben Milliarden investiert. Die
Bundesregierung muss daher gemeinsam mit Italien einen verbindlichen
deutschen Bau- und Finanzierungsfahrplan verlangen und das Thema im
EU-Verkehrsministerrat auf die Tagesordnung setzen. Deutschland kann
nicht erst 2043 liefern und erwarten, dass alle anderen die Folgen
tragen“, so Deimek weiter.

Für Ranzmaier ist zugleich Mattles Inszenierung gescheitert: „Der
einstimmige Beschluss des Tiroler Landtages gegen eine Verzögerung
des österreichischen Zulaufs war richtig. Er ist aber kein
persönlicher Erfolg Mattles und kein Persilschein für die seit Jahren
ergebnislose Transitpolitik der Tiroler ÖVP.“

Der Bericht der Deutschen Bahn sei bereits im August 2025 an das
deutsche Verkehrsministerium übermittelt worden. „Als Mattle im Mai
2026 seine Empörungsshow gegen Wien startete, lag der Bericht längst
in Berlin. Er hat damit weder Deutschland beschleunigt noch einen
einzigen Euro Finanzierung gesichert. Statt CDU und CSU unter Druck
zu setzen, produzierte er einen innerösterreichischen Schaukampf“,
kritisierte Ranzmaier. Mattles Linie sei zudem widersprüchlich
gewesen: „Er warnte davor, Deutschland durch österreichische
Verzögerungsdebatten ein Alibi zu liefern – und machte genau eine
solche Debatte selbst maximal öffentlich. Richtung Wien wurde
gebrüllt, Richtung Berlin und München blieb es auffällig still.“

Ranzmaier abschließend: „Die Tiroler brauchen keine weiteren ÖVP-
Inszenierungen, sondern Ergebnisse. Mattles Bilanz ist glasklar: Viel
Lärm in Innsbruck, kein Geld in Berlin und der deutsche Zulauf
vielleicht 2043. Wer nur den Schall produziert, aber keinen Zug auf
die Schiene bringt, ist kein Transit-Landeshauptmann, sondern bloß
der Lautsprecher des Stillstands.“