Wien (OTS) – Mit der wachsenden Abhängigkeit von digitalen Systemen
steigt das
Risiko von Cyberangriffen auf kritische Infrastrukturen wie
Energieversorgung, Gesundheitswesen, Transportnetzwerke oder
Ministerien. Diese Angriffe können nicht nur wirtschaftliche Schäden
verursachen, sondern auch die öffentliche Sicherheit und das
Vertrauen in staatliche Institutionen gefährden. Es besteht daher
dringender Bedarf an praxisnahen, innovativen Trainingsmethoden, die
IT-Sicherheitsexpert:innen und Betreiber kritischer Infrastrukturen
auf aktuelle und zukünftige Bedrohungsszenarien vor-bereiten.
Die AIT Cyber Range ( www.cyberrange.at ) ist eine innovative
Simulationsumgebung zur realitätsnahen Nachbildung von IT-Netzwerken
in sicherheitskritischen Umgebungen. Dieses bereits mehrfach
ausgezeichnete System wird weltweit herangezogen, um das Abwehren von
Cyber-attacken auf kritische Infrastrukturen zu trainieren. Damit
werden weltweit maßgeschneiderte Ausbildungsangebote für Betreiber
kritischer Infrastrukturen angeboten.
Zwtl.: Realitätsnahe Nachbildung von sicherheitskritischen Netzwerken
Das AIT ist in diesem Kontext auch seit einigen Jahren das
weltweit einzige „IAEA Collaborating Centre“ der Internationalen
Atomenergieagentur IAEA und für IT-Sicherheitstrainings in den
Mitgliedstaaten zuständig. „Die Expertise und die hochmodernen
Einrichtungen des AIT ermöglichen hochwertige Schulungen und
Vorführungen zum Thema Computersicherheit, die einen wesentlichen
Beitrag zum Kapazitätsaufbau sowie zu Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten leisten können“, betonte Lydie Evrard, IAEA
Deputy Director General and Head of the Department of Nuclear Safety
and Security, bei der Unterzeichnung des Kooperationsabkommens.
Weiters werden u. a. auch Trainings gemeinsam mit dem World Institute
for Nuclear Security (WINS), dem Vienna Center for Disarmament and
Non-Proliferation (VCDNP), dem United Nations Office of Counter-
Terrorism (UNOCT) sowie mit der European Union Advisory Mission (EUAM
) Ukraine organisiert. In Österreich zählen etwa Wien-IT und
Energienetzbetreiber wie Verbund, EVN und Salzburg AG zu den Kunden
des AIT. International werden Trainingsmaßnahmen in vielen
europäischen Ländern (etwa Großbritannien, Slowenien oder Rumänien),
im Nahen Osten (Oman, Vereinigte Arabische Emirate), in Asien (Korea,
Thailand, Philippinen, Vietnam) und Südamerika durchgeführt.
Zwtl.: Vermeiden von Schäden in Millionenhöhe
Zusätzlich etablierte sich das AIT erfolgreich als
Kompetenzzentrum für die Umsetzung der nationalen Cyber-Security-
Simulationsübungen des Innenministeriums (BMI) mit dem KSÖ (
Kompetenzzentrum Sicheres Österreich), um die Cyber-Security-
Fähigkeiten bei österreichischen Betreibern kritischer
Infrastrukturen zu steigern. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zur
Vermeidung von hohen wirtschaftlichen oder auch gesellschaftlichen
Schäden im mehrstelligen Millionenbereich geleistet.
Das AIT hat sich damit für Betreiber von kritischen
Infrastrukturen als EU-weites Cyber Security Competence Center für
berufliche Weiterbildung etabliert. Das Serviceangebot wird laufend
für weitere Betreiber von kritischen Infrastrukturen sowie
Unternehmen weltweit weiterentwickelt.
Zwtl.: AIT ist Brücke zwischen Wissenschaft und Innovation
Die Fähigkeit, neue Erkenntnisse rasch in marktfähige
Technologien und anwendbare Lösungen zu überführen, wird zunehmend zu
einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für Europa. An dieser
Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Technologie und Anwendung kommt
der angewandten Forschung am AIT Austrian Institute of Technology
eine zentrale Rolle zu. Österreichs größte Research and Technology
Organisation orientiert sich bei seiner Forschung eng an den
Bedürfnissen der Industrie und an aktuellen gesellschaftlichen
Herausforderungen. Forschung des AIT wirkt und schafft Lösungen – für
Unternehmen, die Gesellschaft und letztlich für uns alle.
Zwtl.: AIT Impact Report
Der AIT Impact Report 2026 zeigt anhand von rund 30 Beispielen,
wie das AIT gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern aus Wirtschaft,
Wissenschaft und öffentlicher Hand Forschung in konkrete Lösungen
übersetzt. Die vorgestellten Projekte reichen von der Digitalisierung
industrieller Prozesse über resiliente Infrastruktur und nachhaltige
Energie- und Industriesysteme bis hin zu Gesundheit, Mobilität,
Sicherheit und Kreislaufwirtschaft.
Der AIT Impact Report 2026 steht online zur Verfügung:
www.ait.ac.at/impact-report
Über das AIT
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