Grüne/Hammer fordert rasche Umbenennung der Linzer Dinghoferstraße

Wien (OTS) – „Wer Antisemiten und Nationalsozialisten keine
öffentliche Ehrung
mehr zukommen lassen will, muss auch bei Straßennamen konsequent
handeln und darf sich nicht in Ausreden flüchten“, meint der
Rechtsextremismussprecher der Grünen, Lukas Hammer.

Ein breites Bündnis aus Wissenschaft, Kultur, Kirchen und
Zivilgesellschaft fordert die Umbenennung der Linzer Dinghoferstraße.
In einem offenen Brief an den Linzer Bürgermeister Dietmar Prammer
erinnern zahlreiche prominente Persönlichkeiten daran, dass Franz
Dinghofer nicht nur führender Politiker der Ersten Republik, sondern
auch bekennender Antisemit, Profiteur einer „Arisierung“ und später
NSDAP-Mitglied war. Eine Straßenbenennung sei eine öffentliche Ehrung
und mit den demokratischen und antifaschistischen Werten Österreichs
unvereinbar.

„Ich habe bereits gegen das nach Franz Dinghofer benannte
Symposium im Parlament demonstriert. Eine Umbenennung der
Dinghoferstraße wäre nun ein wichtiges Signal der Empathie für die
Opfer des Nationalsozialismus und ein klares Bekenntnis zu Demokratie
und Erinnerungskultur“, hält Hammer fest.

Dass Bürgermeister Prammer gegenüber dem Standard und dem MKÖ
erklärte, eine Entscheidung über eine Umbenennung könne „frühestens
2029“ erfolgen, ist für Hammer nicht akzeptabel: „Wer sich
glaubwürdig gegen Antisemitismus positionieren will, muss jetzt
handeln und darf diese Debatte nicht auf Jahre vertagen.“