„Zwischenräume“: Vierteilige Ö1-Sommerreihe thematisiert im August in den „Passagen“ Architektur und Bauen

Wien (OTS) – In der vierteiligen Gesprächsreihe „Zwischenräume“ der
Ö1-Sendung
„Passagen“ geben Talks über Architektur, das Bauen sowie über das
Leben und Arbeiten in Häusern Einblicke in die Welt der Architektur.
Die Gesprächsreihe mit Ö1-Redakteurin Julianne Nagiller und Ö1-
Redakteur Matthias Haydn ist mittwochs (5., 12., 19. und 26. August)
um jeweils 21.00 Uhr in Ö1 zu hören. Mehr Informationen zum Programm
finden sich unter https://oe1.orf.at/passagen . Dort kann die
Sendereihe – ebenso wie auf ORF Sound – auch im Nachhinein on demand
abgerufen werden.

„Architektur ohne Architekten“: Im ersten Teil der Gesprächsreihe
„Zwischenräume“ am Mittwoch, dem 5. August, um 21.00 Uhr haben
Juliane Nagiller und Matthias Haydn den Architekten Benni Eder und
die Kulturanthropologin Andrea Rieger-Jandl zu Gast. „Architektur
ohne Architekten“ ist der Titel eines richtungsweisenden Buches des
österreichisch-amerikanischen Architekten Bernard Rudofsky aus dem
Jahr 1964 über anonyme, traditionelle Architektur. Sowohl Benni Eder
als auch Andrea Rieger-Jandl haben sich auf ihren Reisen und in ihrer
Arbeit mit traditionellen Bauweisen beschäftigt, die ohne Mitwirkung
einer professionellen gestalterischen Planung entstanden. Was sich
aus diesen Erkenntnissen für das Bauen hierzulande ableiten lässt,
ist eines der Themen in diesem Gespräch.

Um „Alte und neue Baumaterialien“ dreht sich alles in der zweiten
Sendung (12.8.). Lehm und Holz zählen zu den ältesten Baustoffen der
Welt – und sie erleben derzeit ein bemerkenswertes Comeback. Die
Architektin und Lehmbau-Unternehmerin Iris Nöbauer und der Holzbau-
Spezialist Juri Troy, Universitätsprofessor an der TU Wien,
beschäftigen sich seit Jahren intensiv mit den Potenzialen dieser
„alten“ Baustoffe. Sie zeigen, wie Lehm und Holz zeitgenössische
Architektur prägen können, und zwar auch im Bestand. Die beiden
sprechen über die Rolle von Lehm und Holz in der Bauwende, über das
handwerkliche Wissen, das diese Materialien erfordern und über die
Frage, warum das Leben in Häusern aus Holz und Lehm beruhigt.

Mit den Themen verlassene Ortskerne, Wirtshaussterben und
Landflucht beschäftigen sich die „Zwischenräume“ unter dem Titel
„Dörfer zukunftsfit gestalten“ am Mittwoch, dem 19. August, um 21.00
Uhr. Hat das Dorf als soziale Struktur noch eine Zukunft? Darüber
sprechen Benjamin Altrichter (ruranauten, Landluft) und Raumplanerin
Petra Hirschler von der TU Wien.

„Was ist schön?“ Betonklotz oder Meisterwerk, „Schuhschachtel“
oder Wohntraum im „Bauhausstil“? Schönheit liegt bekanntlich im Auge
des Betrachters, aber über wenige Themen lässt sich so lebhaft und
kontrovers diskutieren und mitunter auch streiten wie über die
Planung und Gestaltung von Häusern und Bauwerken. Intensiv mit der
Schönheit in der Architektur haben sich der Schriftsteller und
Verlagsgründer Franz Hammerbacher und die Kunst- und
Architekturhistorikerin Verena Konrad beschäftigt. Sie gehen in der
vierten Ausgabe der „Zwischenräume“ (26.8.) unter anderem der Frage
nach, ob es objektive Kriterien für Schönheit in der Architektur
gibt. Das Programm von Ö1 im Detail ist abrufbar unter
https://oe1.orf.at .