Wien (OTS) – Das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und
Infrastruktur (
BMIMI) hat nach eingehender Prüfung das Vorprojekt für die Bodensee
Schnellstraße S18 genehmigt. Damit ist ein wichtiger Meilenstein für
eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Vorarlbergs erreicht.
Die Prüfung des von der ASFINAG vorgelegten Vorprojekts wurde am 15.
Juli 2026 erfolgreich abgeschlossen. Das Mobilitätsministerium hat
damit die von der ASFINAG empfohlene Auswahlvariante „CP – Tunnel
offene Bauweise“ für den nächsten Planungsschritt freigegeben.
Die Verbindung der österreichischen Autobahn A14 mit der
schweizerischen A13 im Kanton St. Gallen beschäftigt Politik,
Verwaltung und Bevölkerung seit rund 45 Jahren. In diesem Zeitraum
wurden zahlreiche Varianten untersucht und die Bürgerinnen und Bürger
umfassend in die Planungen eingebunden. Ziel war und ist es, eine
leistungsfähige Verkehrsanbindung zu schaffen, die den
Mobilitätsbedürfnissen der Region gerecht wird und gleichzeitig die
besonderen räumlichen und ökologischen Gegebenheiten bestmöglich
berücksichtigt.
Mobilitätsminister Peter Hanke: „Die Bodensee-Schnellstraße S18
ist ein Infrastrukturprojekt von großer regionaler und
internationaler Bedeutung. Mit der Genehmigung des Vorprojekts ist
ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Mobilität in Vorarlberg
getan. Nach dem langwierigen Prozess der vergangenen Jahre ist es aus
unserer Sicht wichtig, dass es jetzt Klarheit bezüglich der nächsten
Schritte bei diesem wichtigen Projekt gibt. Nun schaffen wir die
Grundlage dafür, dass die Planungen zügig fortgesetzt werden können.“
Landeshauptmann Markus Wallner bekräftigt: „Für Vorarlberg ist
das eine sehr gute Nachricht. Seit rund 45 Jahren beschäftigt uns die
Frage, wie wir die Verbindung zwischen A14 und Schweizer A13
verkehrsgerecht und verträglich lösen. Dass das Vorprojekt nun
genehmigt ist, bringt die Planung endlich wieder ein Stück weiter.
Eine leistungsfähige Anbindung ist für unseren Wirtschaftsstandort
und für die Entlastung von Lustenau und des gesamten unteren
Rheintals auf beiden Seiten der Grenze von großer Bedeutung. Jetzt
gilt es, die nächsten Schritte zügig voranzutreiben – damit eine
Verbindung entsteht, die dem Land und den Menschen dient.“
Zwtl.: ASFINAG erarbeitet nächste Schritte – UVP-Einreichung 2028
geplant
Die Variante „CP – Tunnel offene Bauweise“ verläuft vom Knoten
Dornbirn West an der A14 bis zur schweizerischen Staatsgrenze bei
Höchst und umfasst rund 8,2 Kilometer. Die Trasse nutzt zunächst
abschnittsweise die bestehende L204 und führt anschließend parallel
zum Ortsrand von Lustenau nach Norden. Danach verläuft sie entlang
des Schweizer Rieds bis zur Rheinquerung und weiter bis zur
Staatsgrenze, wo die Anbindung an die Autobahn A13 in der Schweiz
erfolgt. Vorgesehen sind die Anschlussstellen Lustenau Süd und
Lustenau Nord sowie eine Halbanschlussstelle in Höchst. Darüber
hinaus sind Anpassungen bestehender Landesstraßen vorgesehen.
Mit der nun erfolgten Freigabe des Vorprojekts wird der nächste
Planungsschritt eingeleitet. Das Verkehrsministerium und die ASFINAG
verfolgen das Ziel, die weiteren Planungen sorgfältig und transparent
voranzutreiben und damit die Voraussetzungen für eine moderne,
leistungsfähige und zukunftsorientierte Verkehrsverbindung zwischen
Österreich und der Schweiz zu schaffen. Die ASFINAG arbeitet bereits
intensiv an der straßenbaulichen Detailplanung. Aus heutiger Sicht
ist die Einreichung der Unterlagen für das
Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren (UVP) im Jahr 2028
vorgesehen.