UNOS zum Budgetbeschluss: Lohnnebenkosten-Senkung zeigt Wirkung konsequenter Interessenvertretung

Wien (OTS) – Mit dem heute beschlossenen Doppelbudget 2027/28 wird
eine
langjährige Forderung von UNOS – Unternehmerisches Österreich
umgesetzt: Der Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds (
FLAF) sinkt ab 2028 um einen Prozentpunkt (von 3,7 auf 2,7 Prozent).
Es ist die größte Senkung der Lohnnebenkosten in der Geschichte der
Zweiten Republik und ein wichtiger Schritt für mehr
Wettbewerbsfähigkeit am Standort Österreich. Für UNOS ist damit ein
wichtiger Meilenstein erreicht, der Reformbedarf bleibt jedoch
weiterhin groß.

„Die Senkung der Lohnnebenkosten steht seit Langem ganz oben auf
der Agenda von UNOS. Mit unserer Petition ‚ Runter mit dem Jobkiller
Lohnnebenkosten ‘ haben wir das Thema konsequent in die politische
Diskussion eingebracht und den Druck für eine Reform erhöht. Dass nun
erstmals eine Entlastung in dieser Größenordnung beschlossen wurde,
zeigt: Konsequente Interessenvertretung zahlt sich aus“, sagt UNOS
Bundessprecher Michael Bernhard.

Die Entlastung kommt dort an, wo Unternehmen sie am dringendsten
brauchen: beim Faktor Arbeit. Ein kleiner Betrieb mit zehn
Mitarbeiter:innen wird dadurch um gut 5.000 Euro im Jahr entlastet,
ein großer mit 500 Mitarbeiter:innen um mehr als eine Viertelmillion.
* „Das schafft Spielraum für Investitionen, höhere Löhne und
zusätzliche Beschäftigung. Gerade in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten ist das ein wichtiges Signal für die Unternehmen“, so
Bernhard.

So groß dieser Schritt ist – ausreichend ist er noch nicht: Nach
den aktuellen OECD-Zahlen (Taxing Wages 2026) weist Österreich den
vierthöchsten Abgabenkeil auf Arbeit aller Industriestaaten auf, nur
Belgien, Deutschland und Frankreich belasten Arbeit noch stärker.
Bernhard fordert daher: „Die beschlossene Senkung ist ein wichtiger
erster Schritt, aber noch kein Schlusspunkt. Wer den
Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken will, muss den Faktor Arbeit
konsequent weiter entlasten. Unser Ziel bleibt die vollständige
Abschaffung des Dienstgeberbeitrags zum FLAF bei gleichzeitiger
Finanzierung der Familienleistungen aus dem Bundesbudget. Das würde
Betriebe je nach Lohnhöhe um 1.554 bis 2.590 Euro pro Arbeitsplatz
und Jahr entlasten.“

Positiv sehen UNOS auch die Nachbesserung beim geplanten
Sachbezug für Elektro-Dienstfahrzeuge: Die nun vorgesehene
Ausgestaltung fällt deutlich moderater aus als ursprünglich geplant
und wahrt einen wesentlichen steuerlichen Vorteil von E-Fahrzeugen
gegenüber Verbrennern. Aus Sicht von UNOS bleibt die Einführung eines
Sachbezugs für E-Autos dennoch grundsätzlich kritisch. „Wir hätten
uns gewünscht, dass die bisherige Regelung bestehen bleibt. Dass der
Entwurf noch einmal verbessert wurde, zeigt aber, dass sich
konstruktives Einbringen lohnt“, so Bernhard.

Abschließend halten UNOS fest: „Mit dem Budgetbeschluss wurden
wichtige Weichen gestellt. Jetzt braucht es weitere Entlastungen beim
Faktor Arbeit sowie bei Bürokratie- und Energiekosten. Vor allem aber
brauchen Unternehmerinnen und Unternehmer Verlässlichkeit. Planbare
Rahmenbedingungen sind selbst ein Standortfaktor, der nichts kostet.“

UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die
Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und
sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.

*(bei median Bruttojahreseinkommen von 55.678 Euro (ganzjährig
Vollzeit, Statistik Austria 2024))

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