Summer Learning Loss: So können Eltern gegensteuern

Wien (OTS) – Über die Sommerferien geht einiges Wissen verloren, das
sich Kinder
während des Schuljahres erarbeitet haben. Der Österreichische
Bundesverlag (öbv) zeigt, was Eltern tun können, um das zu
verhindern.

Kaum ist das Zeugnis verteilt, wandern Hefte und Schulbücher für
neun Wochen in die Schublade. Dass dabei ein Teil des mühsam
erarbeiteten Wissens verloren geht, ist belegt. In der
Bildungsforschung ist das Phänomen als „Summer Learning Loss“ bekannt
– der schleichende Verlust von Gelerntem über den Sommer. Die gute
Nachricht: Schon kleine Routinen reichen aus, um Kinder über den
Sommer hinweg in Übung zu halten.

„ Kinder lernen auch außerhalb des Klassenzimmers. Gerade die
Sommerferien bieten die Chance, Wissen auf eine entspannte und
alltagsnahe Weise zu vertiefen. Schon wenige Minuten pro Tag reichen
aus, um wichtige Kompetenzen zu erhalten und die Freude am Lernen zu
fördern „, so Philipp Nussböck, Geschäftsführer des öbv.

Zwtl.: Drei Tipps für einen lernfreundlichen Sommer:

1. Wissen spielerisch in den Alltag holen
Lernen passiert nicht nur am Schreibtisch, sondern beim Einkaufen,
Kochen oder im Urlaub. Wer lernt, sich das Urlaubstaschengeld selbst
einzuteilen, trainiert nebenbei mathematische Fähigkeiten, etwa beim
Umrechnen in die Fremdwährung. Auch das Lesen von Rezepten, Abwiegen
und Umrechnen hilft, Gelerntes zu vertiefen. Im Urlaub lassen sich
spielerisch ein paar Vokabeln in der Landessprache aufschnappen, und
ein Tagebuch über die Ferienerlebnisse fördert die Schreibkompetenz –
ganz ohne, dass es sich nach Üben anfühlt.

2. Gemeinsam einen Blick ins Schulbuch werfen
Viele Eltern sind recht gut im Bilde, in welchen Bereichen ihr Kind
noch Übung braucht. Statt die Schulbücher gleich wegzuräumen, können
Eltern im Laufe der Ferien entsprechende Aufgaben aus dem Schulbuch
mit den Kindern wiederholen. Wenn die Einschätzung schwerfällt, hilft
ein gemeinsamer Blick ins Schulbuch: Welche Geschichte hat dir am
besten gefallen? Welches Kapitel war besonders schwierig? Auf diese
Weise lassen sich Kinder ohne großen Druck dazu motivieren, sich mit
Lerninhalten zu beschäftigen.

3. Mit Sommertrainingsheften dranbleiben
Zu vielen Schulbüchern der Volksschule und der Sekundarstufe I gibt
es passende Sommertrainings. Der öbv bietet etwa Sommertrainings für
Deutsch, Mathematik und Englisch an. Kinder wiederholen damit den
Stoff des vergangenen Schuljahres eigenständig und in kleinen
Portionen, bunt aufbereitet und ohne Notendruck. Ein herausnehmbares
Lösungsheft ermöglicht die Selbstkontrolle. Wer unverbindlich starten
möchte, findet auf der öbv-Website außerdem kostenlose Kopiervorlagen
sowie Materialien zum Spielen und Basteln zum Download, ideal für
eine Lernrunde am Vormittag oder wenn das Wetter mal nicht mitspielt.

„ Am Ende zählt vor allem eines: Ferien dürfen Ferien bleiben “,
betont Philipp Nussböck. „ Lernen im Sommer sollte möglichst
spielerisch in den Alltag integriert werden. Auch wenn hin und wieder
geübt wird, ist entscheidend, dass die Erholung im Vordergrund steht.

Infos und Materialien zu den Sommertrainings des öbv finden Sie
unter: https://www.oebv.at/sommertrainings